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Nur noch ein Häftling auf der Flucht

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- Polizei fasst Ausbrecher in einer Garage

Kaisheim (lby) - Die Polizei suchte mit Hunden und Hubschraubern nach ihm, am Donnerstag fassten sie ihn in Neuburg/Donau: einen 32-Jährigen, der in der Silvesternacht mit einem 27-Jährigen aus der schwäbischen JVA Kaishaim geflohen war (wir berichteten). Von dem zweiten Ausbrecher, der wegen Drogendelikten inhaftiert war, fehlt jede Spur. Einen dritten Häftling (34), der in der Tatnacht ebenfalls fliehen wollte, hinderten Gefängniswärter am Ausbruch.

Ein Anwohner gab der Polizei den entscheidenden Tipp: Er sagte, der 32-Jährige, der noch seinen Anstalts-Trainingsanzug trug, halte sich in einer Garage auf. Bei seiner Festnahme leistete er keinen Widerstand, so die Polizei. Er sei seit dem Ausbruch zu Fuß unterwegs und habe die Nächte im Freien verbracht. Von seinem Fluchtkomplizen habe er sich getrennt. Der Mann soll in die JVA zurückkehren.

Bei dem Fluchtversuch hatten er und zwei Mithäftlinge mit dem Gestänge ihrer Stockbetten die Mauern des ehemaligen Zisterzienser-Klosters durchschlagen. Mit Bettlaken seilten sie sich durch das Loch aus dem ersten Stock auf den Gefängnishof ab. Dann erklommen sie mit Gitterstäben die fünf Meter hohe Gefängnismauer und kletterten über einen Eisenzaun. Ein Häftling wurde gefasst, weil er sich beim Abseilen verletzt hatte. Laut Vize-Anstaltsleiterin Monika Groß schlugen die Sensoren der Videoüberwachungsanlage sofort an, als die Gefangenen aus dem Loch stiegen - doch die Häftlinge waren zu schnell. Der Ausbruch dauerte nur eineinhalb Minuten.

Zuletzt war 1995 ein Häftling aus der mit 600 Gefangenen belegten Anstalt geflohen. Groß will die Sicherheitsvorkehrungen verstärken. Die Insassen des Traktes, in dem das Loch klafft, werden verlegt.

Zwei Insassen sind aus dem Bezirkskrankenhaus in Günzburg geflüchtet. Die Polizei hat die beiden Männer zur Fahndung ausgerufen.

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