Ein beliebter Nacht-Halt für Lastwagen, die von der A 94 kommen, ist das Gewerbegebiet am Etzfeld in Harthofen. Grundeigentümer und Anwohner ärgern sich über Lärm und Dreck, den die Fahrer hinterlassen.
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Ein beliebter Nacht-Halt für Lastwagen, die von der A 94 kommen, ist das Gewerbegebiet am Etzfeld in Harthofen. Grundeigentümer und Anwohner ärgern sich über Lärm und Dreck, den die Fahrer hinterlassen.

Lärm und Dreck im Gewerbegebiet Harthofen

Parkverbot für auswärtige Laster?

Harthofen/Pastetten – Die Lkw-Situation im Gewerbegebiet Am Etzfeld in Harthofen sei ein „unangenehmes Thema“ sagte Bürgermeister Peter Deischl am Mittwoch im Gemeinderat. Ihn habe erneut eine E-Mail von einem Grundstückseigentümer erreicht, der sich über das nächtliche Parken von auswärtigen Lastwagen im Gewerbegebiet beklagt und die Einführung eines Parkverbots fordert.

VON HENRY DINGER

Das ist nicht die einzige Beschwerde. Schon öfter gab es Klagen von Bewohnern der Betriebsleiterdomizile im Gewerbegebiet. Neben nächtlichem Lärm durch Motorgeräusche geht es vor allem um achtlos weggeworfenen Müll der Laster-Fahrer und auch um Sachbeschädigungen, etwa angefahrene Zäune. Diese könnten nicht aufgeklärt werden, da meist Fahrerflucht begangen werde.

„Die Lkw-Fahrer sind nicht zu beneiden“, zeigte Deischl Verständnis. Sie müssten sich an Fahrzeiten halten, stünden unter Stress, und die Parkplätze an der Autobahn seien nachts immer voll. „Dennoch ist unser Gewerbegebiet kein Lkw-Parkplatz.“ Er schlug vor, bei einer Verkehrsschau mit Landratsamt und Polizei eine Lösung zu suchen. Das könnten durchaus Parkverbotsschilder sein. „Das muss dann natürlich auch überwacht werden.“

Alois Zollner (CSU) sieht die Situation „ebenfalls problematisch“, erinnerte aber daran, dass „das auch kein Schlaf-Wohngebiet ist, sondern ein Gewerbegebiet mit untergeordneter Wohnmöglichkeit für Betriebsleiter“. Dass sie keinen Dreck und Schäden wollen, sei klar. Aber zu fordern, dass es nächtens keinen Lärm geben dürfe, sei nicht nachzuvollziehen. „Die angesiedelten Betriebe dürften ja nachts auch Lärm machen“, so Zollner.

Susanne Gerster (WRH) schlug vor, dass man den Fahrern ja auch entgegenkommen könne. An den Autobahnen in Richtung Süden gebe es eingezäunte Plätze, auf denen die Lastwagen gegen Gebühr nachts stehen könnten und wo es auch Toiletten und Waschmöglichkeiten gebe.

„Vielleicht könnte man den Eigentümer des Grundstücks neben der Tankstelle fragen, ob er die Fläche brachliegen lässt oder lieber für einen solchen Zweck zur Verfügung stellt und dabei auch noch etwas einnimmt. Dann wären die Lkw aufgeräumt und alle hätten weniger Probleme“, sagte Gerster.

Deischl entgegnete, dass man genau überlegen müsse, ob ein Lkw-Parkplatz im Gewerbegebiet sinnvoll sei. Die Räte stimmten dafür, als nächsten Schritt die Verkehrsschau abzuhalten.

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