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Premiere für die Bürgermedaille

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- Neue Auszeichnung der Gemeinde Poing wird erstmals vergeben

VON ARMIN RÖSL Poing - Johanna Olbrich, Ludwig Huber, Andreas Mager und Johannes Morgner - das sind die vier Bürger, die am kommenden Sonntag erstmals die neue Bürgermedaille der Gemeinde Poing erhalten. Überreichen wird sie Bürgermeister Albert Hingerl im Rahmen des Neujahrsempfangs, der um 11.30 in der Aula der Hauptschule beginnt. Wir stellen heute die vier künftigen Medaillen-Träger vor.

Für Johanna Olbrich ist es nicht die erste Auszeichnung. Die 80-Jährige bekam unter anderem 1993 das Bundesverdienstkreuz. Nun also kommt die Bürgermedaille der Gemeinde Poing hinzu. Olbrich ist Gründungsmitglied des Poinger Ortsvereins der Arbeiterwohlfahrt. "Ich habe viel getan für die alten und kranken Leute", erzählt Olbrich. Und sie tut es noch immer. Jetzt aber nicht mehr für die AWO, sondern ganz privat. "Oft gehe ich ins Altenheim und besuche die Bewohner." Ihr Engagement für alte und kranke Mitbürger sieht Olbrich als ganz selbstverständlich. Die Verleihung der Bürgermedaille ist für die bescheidene Frau eine Besonderheit, "obwohl ich es gar nicht so mag, wenn ich irgendwo im Mittelpunkt stehe".

Viele Blumen, Bäume und Grünflächen in Poing, vor allem in Alt-Poing, hat Ludwig Huber (70) gepflanzt. Oder die Pflanzung zumindest forciert. Huber war 28 Jahre Vorsitzender des Gartenbauvereins. Und in diesem Amt erlebte er mit, wie Poing gewachsen ist. "Damals, Anfang der achtziger Jahre, gab es noch keine Grünordnungspläne", erinnert sich Huber. Wer gebaut habe, sei nicht verpflichtet gewesen, auch für Grünpflanzen zu sorgen. Ludwig Huber und die Mitglieder des Gartenbauvereins haben damals die Bauträger und Bauherren animiert, Grünflächen anzulegen. "Unter anderem waren wir aktiv bei der Gestaltung des Areals rund um den Bahnhof dabei." Den Vorsitz im Gartenbauverein hat Huber mittlerweile abgegeben. Aber als Experte ist er immer noch gefragt. Unter anderem berät er die Gemeinde Poing in Fragen der Garten- und Grünflächengestaltung. Und seit mehr als 20 Jahren organisiert er die "Ramma-Damma"-Säuberungsaktionen. Die fiel im vergangenen Jahr aus, "aber heuer werden wir wohl wieder eine durchführen".

Ein weiterer Träger der Bürgermedaille wird Andreas Mager sein. Der 80-Jährige war jahrelang im Gemeinderat und im Kreistag. Außerdem war er in vielen Vereinen aktiv dabei. Unter anderem beim TSV Poing, dem VdK, bei der Feuerwehr, dem Gesangsverein oder der Anglergilde. Außerdem war er Vorsitzender des Soldaten- und Kameradschaftsvereins Poing-Angelbrechting. Dort ist er heute Ehrenvorsitzender. Zudem ist Mager Ehrenmitglied beim CSU-Ortsverband. Für sein Engagement erhielt der 80-Jährige vor neun Jahren die Verdienstmedaille der Bundesrepublik Deutschland.

Das Quartett voll macht Johannes Morgner. Er hat unter dem Titel "Geschichte der Gemeinde Poing" die Ortschronik verfasst. Das Buch wurde 1995 heraus gegeben. "Für die Recherche brauchte ich mehrere Jahre", erinnert sich Morgner. Jetzt, vor einiger Zeit, habe er wieder angefangen, weiter zu recherchieren. "Ich will die Ortschronik eventuell verlängern und auch einige Lücken schließen." Geschichte sei schon immer sein großes Hobby gewesen, erzählt Morgner. Vier Wochen, nachdem er am kommenden Sonntag die Bürgermedaille erhalten hat, kann Morgner ein weiteres Fest begehen: Am 17. Februar wird er 85 Jahre alt.

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