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Abbrucharbeiten am Postbräuareal: Startschuss für neues Wohnquartier

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Von: Marlene Kadach

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Bagger reißt Haus am Postbräuarel Holzkirchen ab
Am Postbräuareal in Hozkirchen haben erste Abbrucharbeiten begonnen. © Thomas Plettenberg

Der Startschuss am Postbräuareal ist gefallen: Die Abbrucharbeiten an der Industriebrache haben begonnen. Dort entstehen Mehrfamilienhäuser aus privater Hand.

Holzkirchen – Die Bagger sind angerückt. Das Dach eines Gebäudes ist größtenteils schon demontiert. Die Abbrucharbeiten haben begonnen, bestätigt Bürgermeister Christoph Schmid (CSU). „Die Baustelle ist nicht einfach, weil es sehr eng in dem Bereich ist“, sagt er. Man müsse dort „viele Klimmzüge machen“. Mit diesen vielen Klimmzügen wiederum ist nun der Startschuss für die Bebauung am Postbräuareal gefallen, einem Grundstück in Holzkirchner Bestlage.

Wie berichtet, ist rund um die Industriebrache zwischen Thanner Straße und innerer Tegernseer Straße ein neues und großes Wohnquartier vorgesehen. Die Gemeinde tüftelt seit vielen Jahren daran. Insgesamt drei Mehrfamilienhäuser aus privater Hand sollen dort entstehen. Zugleich plant die Gemeinde auf eigenem Grund fünf weitere Mehrfamilienhäuser. Die dafür erforderliche Änderung des Bebauungsplans 40 sei längst rechtskräftig, erinnert Schmid. Sie bekam damals aber nur eine dünne Mehrheit im Gemeinderat – denn viele Kritiker fürchten ein Verkehrschaos im Zentrum. Eine Normenkontrollklage zum Bebauungsplan aus der Nachbarschaft hatte der Bayerische Verwaltungsgerichtshof zurückgewiesen.

Die aktuellen Abbrucharbeiten beziehen sich auf private Grundstücke: Das Gebäude mit der Adresse Marktplatz 10b und das südlich davon sollen weichen und für zwei Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 28 Wohnungen Platz machen, wie ein Mitarbeiter aus dem Bauamt erklärt. Die bestehenden Gebäude seien lange schon „ungenutzt und baufällig“ und würden komplett abgerissen. Die Autos der künftigen Bewohner kommen in einer Tiefgarage unter, deren Zufahrt im Bereich des Wendplatzes an der Daisenbeger Straße liege. Das alles sei Bestandteil eines genehmigten Bauantrags, einst gestellt von privater Eigentümerseite. Im Bebauungsplan vorgesehen sei ferner ein drittes Mehrfamilienhaus nördlich des beschriebenen Komplexes. „Hierfür liegt uns aber noch kein Bauantrag vor.“

Außerdem soll später ein Fuß- und Radweg zwischen Daisenberger Straße und Thanner Straße verlaufen. „Wir wollen eine sichere Verbindung“, ergänzt Bürgermeister Schmid. Bislang gelang es der Gemeinde nicht, einen Durchstich für Autos bis zur äußeren Tegernseer Straße (beim Rewe) durchzusetzen – weil Grundstückseigentümer nicht mitspielten.

Auch gemeindliche Grundstücke seien prinzipiell im Umgriff des Bebauungsplans aufgenommen, erinnert Schmid. Konkret handle es sich um die Bereiche östlich der Thanner Straße, wo sich aktuell Wertstoffhof sowie Eisstadions-Parkplatz befinden. Fünf Mehrfamilienhäuser könnten dort eines Tages stehen. „Es liegt dazu aber nichts Konkretes in der Schublade“, betont der Rathauschef. Denn erst wenn die Zukunft des Eisstadions feststeht, möchte die Gemeinde hier aktiv werden.

Im Sportentwicklungsplan stünden eine Eishalle und eine weitere Eisfläche als Leitziele drin (wir berichteten), sagt Schmid. Genaueres sei noch offen und nicht so schnell in Sicht. Denn Priorität genießen weiterhin die vier Kernprojekte der Gemeinde, betont der Bürgermeister. Dazu zählen bekanntlich der Neubau der Mittelschule, die Aussiedlung des gemeindlichen Bauhofs, die Erweiterung der Kita an der Erich-Kästner-Straße sowie die Maßnahmen an den maroden Wohnblöcken an der Baumgartenstraße. Insofern geht es in absehbarer Zeit am Postbräuareal also nur auf privater Flur vorwärts. „Der Bauherr möchte heuer noch mit dem Neubau starten“, meint Rathauschef Schmid.

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