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Mehr Parkplätze werden durch die Erweiterung des Hotels im Alten Wirt in Weyarn nötig. Womöglich müssen für die Tiefgarage einige Kastanienbäume weichen. Der Naturschutz ist damit einverstanden.

Kastanienbäume müssen wohl weichen

Alter Wirt: Diskussion um Tiefgarage

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Weyarn - Die Anbaupläne für den Alten Wirt nehmen Konturen an. Für die Tiefgarage müssen wohl Kastanienbäume gefällt werden. 

Ideen und Entwürfe gab es viele, doch nun wird es richtig konkret. Die Eigentümerfamilie Graf will den Alten Wirt in Weyarn Richtung Süden erweitern. Zum einen ist ein Zwischenbau in Nord-Süd-Ausrichtung angedacht, der zehn mal 22 Meter groß werden soll. Außerdem soll ein zweistöckiger Bau mit einer Größe von 55 auf 16 Metern kommen, der T-förmig auf den Zwischenbau trifft. Die zusätzlichen Parkplätze, die der Anbau verlangt, verschwinden in einer Tiefgarage. Und genau diese hat zuletzt für Diskussion gesorgt (wir berichteten). 

Auch in der jetzigen Gemeinderatssitzung kam die entsprechende Änderung des Bebauungsplans Nummer 24 „Ignaz-Günther-Straße II“ auf den Tisch. „Das Thema ist hinreichend bekannt“, meinte Bürgermeister Leonhard Wöhr (CSU). „Der Plan wurde schon einmal ausgelegt.“ In seiner Septembersitzung hatte der Gemeinderat das Verfahren allerdings kurzzeitig gestoppt und vorerst auf die Behandlung der Stellungnahmen von Behörden verzichtet. 

Der Grund: Der Bauwerber hatte in der Zwischenzeit neue Ideen eingebracht oder alte wieder aufgewärmt. Einerseits wollte er die Tiefgarage in die natürliche Mulde südlich des Gasthofs verschieben. Eine Lösung, bei der sich die Naturschutzbehörden schon in der Vergangenheit gesträubt hatten. Zugleich plante die Familie Graf, die Tiefgaragen-Zufahrt von der Ignaz-Günther-Straße in die Bürgermeister-Panzer-Straße zu verlegen und die Tiefgarage selbst auf zwei Etagen aufzustocken. 

Nachdem die Gemeinde nochmal mit den zuständigen Behörden gesprochen hatte, kann nur einer der drei Wünsche erfüllt werden. „Der Bauherr kann zwei Stockwerke für die Tiefgarage bauen“, erklärte jetzt Johann Walser, Geschäftsleiter im Rathaus. Aber er muss nicht. Zusätzlich darf er die Garage um 15 Meter verlängern. Bei zwei Etagen müssten oben am Biergarten eventuell zwar mehr Kastanienbäume gefällt werden, sagte Walser. Aber der Naturschutz sei damit einverstanden. Das sei naturschutzrechtlich gesehen immer noch das kleinere Übel als die Mulde zu verbauen. „Weil man Bäume wieder pflanzen kann“, so Walser. 

Einige Behörden hatten im Rahmen der Auslegung Stellungnahmen eingereicht. Das Staatliche Bauamt Rosenheim wies darauf hin, dass die Verkehrsbelastung an der Stelle „überdurchschnittlich hoch“ sei. 10 000 Fahrzeuge brummen im Schnitt in 24 Stunden am Alten Wirt vorbei. Die Behörde empfahl deshalb auf der Straßenseite des Hotels den Einbau von Lärmschutzfenstern sowie eine funktionale Anordnung der Räume. Wichtig: Anspruch auf nachträglichen Lärmschutz an der Straße gebe es nicht, betonte das Amt. Hier geht es um die Kosten: „Lärmschutzmaßnahmen werden nicht vom Baulastträger übernommen“, hieß es. Mit der Tiefgaragen-Zufahrt an der Ignaz-Günther-Straße ist das Staatliche Bauamt einverstanden, zumal dadurch keine Maßnahmen an der Staatsstraße 2073 – in die die Autos letztlich einmünden – nötig werden. 

Das Landesamt für Denkmalpflege mahnte an, dass mögliche Bodendenkmäler aus Mittelalter und Neuzeit erhalten bleiben müssen. Laut Walser erstreckt sich der Bebauungsplan im Wesentlichen auf zwei Gebiete: Auf den Bereich am Alten Wirt im Osten und den an der Raiffeisenbank im Westen. Da sich nur im westlichen Teil Bodendenkmäler befinden würden, wies der Gemeinderat den Einwand zurück. 

Am Ende stimmte der Gemeinderat geschlossen für die Änderung des Bebauungsplans. Jetzt geht es in die zweite Auslegungsrunde.

Von Marlene Kadach

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