Batusa-Halle in Holzkirchen mit neuem Schwingboden aus Holzparkett
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Die Batusa-Halle darf früher öffnen als gedacht. Aktuell werden noch kleinere Mängel beseitigt.

Nach aufwendiger Sanierung

Batusa-Halle darf früher öffnen - mit einer großen Einschränkung

  • Marlene Kadach
    vonMarlene Kadach
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Die Batusa-Halle darf bald öffnen. Die Hallen in Föching und an der Baumgartenstraße gehen Anfang Oktober in Betrieb. Es gilt aber eine große Einschränkung. 

Holzkirchen - Der Leistungsträger schwächelte: Die Heizungsrohre waren durchgerostet, unter dem Boden klafften Lecks. Heuer im Januar musste die Gemeinde die Batusa-Halle zusperren (wir berichteten). Der Schaden war größer als gedacht, er liegt bei 400 000 Euro. Der ganze Boden musste raus, das Heizrohrsystem wurde erneuert. Die Sanierung sollte bis Ende des Jahres dauern. Dann kam auch noch Corona, und alle anderen Sporthallen machten zu. „Der Druck war groß“, berichtet Bürgermeister Christoph Schmid (CSU).

Entsprechend stolz konnte er jetzt im Hauptausschuss verkünden, dass die Batusa-Halle Ende Oktober, spätestens nach den Herbstferien Anfang November, wieder öffnet. „Und das sogar als Drei-Fach-Turnhalle“, betonte er. Auch die Föchinger Halle und die Einfachturnhalle an der Baumgartenstraße gehen bald wieder in Betrieb – voraussichtlich ab 5. Oktober. Davon abgesehen werde der Gymnastikraum bereits genutzt, genau wie der Mehrzweckraum an der Probst-Sigl-Straße. „Das sind die Räume, über die wir verfügen können“, erklärte Schmid.

Anfang September habe eine Abnahme in der Batusa-Halle stattgefunden. Bis Ende nächster Woche läuft die Beseitigung kleinerer Mängel. Dabei handelt es sich laut Schmid etwa um Kratzer im Boden, außerdem fehle die Linierung für eine Sportart. „Herr des Verfahrens ist die Versicherung“, sagte Schmid. Diese übernehme die Kosten für den Schaden.

Entgegen ursprünglicher Befürchtungen könne die Batusa-Halla tatsächlich als Drei-Fach-Halle für Schulen und Vereine in Betrieb gehen. Das heißt, es können die drei Teile parallel genutzt werden – mit jeweils maximal 30 Personen. Ob dies möglich sein kann, ließ die Gemeinde durch ein Fachbüro untersuchen, darum ging es vorwiegend um die Lüftungsanlagen. Die Ingenieure gaben grünes Licht. Wegen der ungenügenden Belüftungssituation entschied sich der Landkreis laut Schmid dagegen, die Drei-Fach-Halle an der Probst-Sigl-Straße freizugeben. Auch die Türen der Drei-Fach-Halle am Staatlichen Gymnasium und der FOS bleiben aus ähnlichen Gründen zu.

Weil die eigene Halle dicht ist, nutze die Oberland-Realschule nun die Turnhalle in Föching mit. „Da ist es sowieso zugig und gut belüftet“, bemerkte Schmid ironisch in Hinblick auf den Sanierungsbedarf der Einrichtung. Dort kümmern sich hauptsächlich die Sportfreunde Föching um die Belegung. Die Gemeinde unterzeichnet für alle Hallen fast mit jedem Übungsleiter eine Nutzungsvereinbarung. Erst dann werden die Transponder – also die Schlüssel im elektronischen Schließsystem – einzeln freigegeben. Zusätzlich werde mit den Nutzern ein Hygienekonzept festgehalten. Viele Sportarten hätten da ihre eigenen Vorgaben von Verbänden.

Eine große Einschränkung allerdings gilt für alle Hallen: „Die Umkleiden und Duschen bleiben gesperrt“, betonte Schmid. Die Sportler müssten mit Sportkleidung kommen und gehen und „im Stiefelgang die Schuhe wechseln“.

Martina Schweighofer (CSU), Lehrerin an der Mittelschule, äußerte bei diesem Punkt große Bedenken: „Das Thema Umkleiden ist für die Schulen anders als für die Vereine.“ Immerhin hätten die Schüler vor und nach dem Sport Unterricht. Sie befürchtet „stinkende Schüler in den Klassenzimmern“. Daher könnten sie nicht die ganze Zeit in Sportkleidung bleiben. Schweighofer plädierte dafür, spezielle Lösungen für die Schüler zu finden. Schmid signalisierte, dieses Problem zu überdenken, machte Schweighofer aber keine großen Hoffnungen: Es sei wichtig, dass für alle dieselben Bedingungen gelten. Und er hielt es für gefährlich, das Konzept aufzuweichen.

Torsten Hensel (FWG) nannte die Hallenöffnungen „einen Silberstreifen am Horizont“. Er wollte wissen, ob die Gemeinde auch Kosten für entgangene Einnahmen bei der Versicherung geltend machen könnte. Doch Kämmerer Dominik Wendlinger schüttelte energisch den Kopf. Das decke die Police nicht ab. Schmid hatte das Schlusswort: „Wir sind schon froh, dass die Versicherung nach 30 Jahren einen neuen Schwingboden bezahlt“, meinte er.

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