Schild zeigt, dass Batusa-Halle in Holzkirchen gesperrt ist.
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Die Batusa-Halle ist seit Monaten gesperrt und wird derzeit saniert.  

Sanierungsarbeiten bis Ende des Jahres fertig

Batusa-Halle: Normalbetrieb nicht in Sicht

  • Marlene Kadach
    vonMarlene Kadach
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Die Sanierung der Batusa-Halle in Holzkirchen kommt gut voran. An einen Normalbetrieb nach der Öffnung glaubt der Sportbeauftragte Jörg Wedekind jedoch nicht. 

Jörg Wedekind, der Sportbeauftragte der Marktgemeinde, bleibt skeptisch: „Der TuS träumt davon, schon Mitte November reinzukommen“, sagt er. Daran glaubt Wedekind nicht. Er rechnet damit, dass die Sportler erst frühestens nach den Weihnachtsferien wieder in die Batusa-Halle rein dürfen. Doch auch nicht in gewohnter Weise. Denn höchstwahrscheinlich werde es dort vorerst eng werden. Corona werde verhindern, dass sie als Dreifachturnhalle genutzt wird. „Man dürfte sie derzeit nicht dritteln“, erklärt Wedekind. Die Wände müssten also oben bleiben. In der Regel könne dann nur eine Gruppe dort trainieren, damit es lüftungstechnisch noch den Vorgaben entspreche. Und er bezweifelt, dass sich die Corona-Situation bis Winter wieder entspannt hat.

Die gute Nachricht ist: Die Sanierungsarbeiten an der gemeindlichen Batusa-Halle an der Baumgartenstraße in Holzkirchen laufen nach Plan, berichtet Rathaussprecherin Cornelia Weber. Es habe keine coronabedingten oder sonstigen Verzögerungen gegeben. „Voraussichtlich Ende des Jahres sind die Arbeiten fertiggestellt.“

Wie berichtet, waren die Heizungsrohre durchgerostet. „Das System unter dem Boden hatte mehrere Lecks“, berichtet Robert Haunschild, Geschäftsleiter im Rathaus. Die Halle wurde im Januar 2020 gesperrt. Zunächst waren die Verantwortlichen davon ausgegangen, dass der Schaden nicht so groß sei und bis Ende Februar behoben werde könne. Dann aber kam die Nachricht, dass die Türen wohl bis Ende des Jahres geschlossen bleiben. Denn die Makel waren dann doch gravierender als angenommen. Der ganze Boden musste raus, auch das Heizrohrsystem musste komplett erneuert werden. Jetzt kommt wieder ein Schwingboden aus Holzparkett rein.

Am Anfang sei alles etwas schwierig gewesen mit der Versicherung, erinnert sich Haunschild. Doch das hat sich inzwischen geklärt. Die Schadenshöhe liegt laut Weber bei rund 400 000 Euro. Diese würden „komplett von der Versicherung übernommen“, betont die Sprecherin.

Ein Blick auf die Sanierung: Die Betonarbeiten im Bereich der Lüftungsschächte wurden schon durchgeführt, berichtet Weber. Ebenso die Heizungs- und Lüftungsarbeiten. Die Bodenbelagsarbeiten inklusive Spielfeldmarkierungen sowie die Malerarbeiten stehen hingegen noch aus. Auch die Deckenpaneelen in den Fluren müssen die Handwerker noch montieren. Außerdem müssen die Trennvorhänge noch einjustiert sowie die Geräteräume eingerichtet werden. Am Ende steht ein Großputz an.

„Die Batusa-Halle stellt aufgrund ihrer Größe mit drei Teilungsmöglichkeiten eine wichtige Raumressource für den Schul- und Vereinssport in Holzkirchen dar“, erklärt Weber. Hauptnutzer seien die Sportvereine in der Marktgemeinde sowie die Grund- und Mittelschule an der Baumgartenstraße und die Wirtschaftsschule Pasold-Weißauer (wir berichteten). Corona wirbelte deren Betrieb dann sowieso durcheinander.

„Der Hauptfokus liegt erst mal auf den Schulen mit dem Sportunterricht“, meint der Sportbeauftragte Wedekind. Sobald die Halle wieder öffnet, muss auch er sich wieder verstärkt Gedanken machen. „Für mich war die Hallenbelegung entspannt, weil ich keine Sorgen hatte“, sagt er ironisch mit Blick auf die Coronakrise.

Insgesamt gibt es laut Wedekind elf Halleneinheiten in der Gemeinde Holzkirchen. Plus einen Gymnastikraum an der Grundschule Baumgartenstraße, einen Mehrzweckraum an der Probst-Sigl-Straße und das „Schwitzkastl“, einen Raum des TuS an der Industriestraße. Und die Räumlichkeiten sind alle begehrt.

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