Kai Müller Eberstein
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Chef Kai Müller-Eberstein verlässt die Bayerische Oberlandbahn (BOB).

Kai Müller-Eberstein

BOB-Chef geht - nach nur eineinhalb Jahren im Amt!

  • Dirk Walter
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Holzkirchen – Die Bayerische Oberlandbahn (BOB) kommt nicht zur Ruhe. Nach nur eineinhalb Jahren verlässt der Chef der Bayerischen Oberlandbahn, Kai Müller-Eberstein, das Holzkirchner Unternehmen in Richtung Regensburg.

Die Bayerische Oberlandbahn kommt nicht zur Ruhe. Nach nur eineinhalb Jahren verlässt der Chef der Bayerischen Oberlandbahn, Kai Müller-Eberstein, das Holzkirchner Unternehmen in Richtung Regensburg. Der 39-jährige Bahnmanager wechselt an die Spitze des Regensburger Verkehrsverbunds (RVV). Der Aufsichtsrat des RVV hatte die Personalie kurz vor Weihnachten beschlossen.

Der RVV organisiert den Nahverkehr in Stadt und Landkreis Regensburg. Für Müller-Eberstein gewiss eine schöne Herausforderung – zumal er Regensburg bestens kennt: Er war vor seinem Wechsel zur BOB im Juli 2013 Geschäftsführer der Regionalbahnunternehmens Agilis. Für die BOB indes kommt der Wechsel überraschend und sicher zur Unzeit: Das Unternehmen hat ein stürmisches Jahr hinter sich, vor allem der Start der Meridian-Züge auf der Strecke München-Rosenheim-Salzburg/Kufstein war holprig. Auch wenn es zuletzt besser lief, sind zahlreiche Probleme noch ungeklärt – etwa der Aufbau einer Werkstätte für die 35 Meridian-Fahrzeuge, die derzeit just im weit entfernten Regensburg gewartet werden müssen. Der Bau einer Wartungsstätte in München-Giesing hatte sich zerschlagen. Auch die Oberlandbahn kämpft mit Problemen, die nicht zuletzt dem Fahrzeugmangel geschuldet sind – auf den kurvigen Strecken ins Oberland verkehren zwei nicht kombinierbare Zugtypen. Und über all diesen Problemen thront die ungewisse Zukunft des Gesamtkonzern Veolia – die deutsche Verkehrssparte soll verkauft werden.

Für die BOB und die damit assoziierte kleine Bayerische Regiobahn (Augsburg-Weilheim) ist es der dritte Wechsel in nur zwei Jahren in der Chefetage. Ende 2012 war überraschend dem langjährigen, in der Region angesehenen BOB-Chef Heino Seeger gekündigt worden. Er hatte sich offenbar den rigiden Sparvorgaben der Veolia-Spitze widersetzt. Seinen Nachfolger Axel Sondermann hielt es nur ein halbes Jahr an der BOB-Spitze. Dann kam Müller-Eberstein. Nun beginnt die Suche nach einem Chef erneut. „Normal ist das alles nicht“, heißt es in Fachkreisen.

Wann der Bahnmanager genau geht, ist noch nicht bekannt. Ein Datum für den Wechsel sei „bisher nicht verhandelt“, teilte die Berliner Pressestelle von Veolia mit. Bis dahin bleibe Müller-Eberstein „voll umfänglich“ Chef der BOB und der Bayerischen Regiobahn. „Über eine Nachfolgeregelung wird zeitnah entschieden.“

dw

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