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Ein Empfang der Vereine samt Trachtenschau und ein Festgottesdienst - das alles gab's beim Gaufest in Otterfing.
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Ein Empfang der Vereine samt Trachtenschau und ein Festgottesdienst - das alles gab's beim Gaufest in Otterfing.
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Ein Empfang der Vereine samt Trachtenschau und ein Festgottesdienst - das alles gab's beim Gaufest in Otterfing.
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Ein Empfang der Vereine samt Trachtenschau und ein Festgottesdienst - das alles gab's beim Gaufest in Otterfing.
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Ein Empfang der Vereine samt Trachtenschau und ein Festgottesdienst - das alles gab's beim Gaufest in Otterfing.

Trachtenschau & Festgottesdienst

Bilder: So schön war's beim Gaufest in Otterfing

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Otterfing - In Otterfing versteht man es zu feiern und dabei Brauchtum zu pflegen. Den Beweis traten Bürger und der Trachtenverein D’Teufelsgraber vier Tage lang beim Gaufest des Oberlandler Gauverbandes an. Höhepunkt war der Festzug mit 26 Blaskapellen, 47 Trachtenvereine und über 5000 Teilnehmern.

Ein ganz besonderer Promi tummelte sich unter den Zuschauern: Nationalspieler Thomas Müller, der gerade mit dem FC Bayern von der Chinareise zurückgekehrt war. Im weißen Hemd und Lederhose feierte er mit seiner Frau Lisa, die ein blaues Dirndl trug. „Ein griabiges Fest“, meinte Müller. Er habe von dem Termin gelesen „und da haben wir uns vorgenommen, dabei zu sein.“ Er wollte unbedingt mit den Menschen in seinem künftigen Heimatort feiern. Wie berichtet, bauen die Müllers in Otterfing ein Haus.

Beim viertägigen Gaufest des Oberlandler Gauverbands lief alles perfekt ab. Höhepunkt waren der Gauheimatabend am Samstag und der Festzug am Sonntag mit über 5000 Teilnehmern. Auch die Polizei stellt dem Fest ein gutes Zeugnis aus – es gab keine relevanten Einsätze. Die zwischenzeitliche Sperrung der Ortsdurchfahrt blieb ohne Vorkommnisse.

Früh, um sieben Uhr morgens, begann für Michael Gruber, dem Vorsitzenden der Teufelsgraber der Festsonntag. Er machte eine letzte Inspektion, um sich zu überzeugen, dass alles hergerichtet war. Sorgen musste er sich keine machen. Reibungslos hatten die etwa 60 Helfer gearbeitet. Auch das Wetter spielte mit: strahlender Sonnenschein mit 25 Grad. „Es ist einfach ein Traum, wie bestellt“, meinte Gruber.

Die erste Überraschung gab es beim Festgottesdienst, der auf einer Wiese als Feldmesse von Pfarrer Slawomir Fijalkowski zelebriert wurde. Der Burschenverein Otterfing hatte einen Altar unter gotischen Rundbögen aus Fichtenholz gebaut. Unter Peter Rieger junior hatten zwölf Burschen in vier Wochen das Werk vollbracht. „Das ist einmalig, habe ich noch nie gesehen“, staunte Gauvorsitzender Hans Schwaiger. In seiner Predigt stellte Fijalkowski den Zusammenhalt der Trachtler in den Fokus. „Die Tracht ist Ausdruck von Gemeinsamkeit, zeigt, wo man herkommt und hingehört.“ Die Tracht lehre auch, Brauchtum und Tradition hochzuhalten. Beides helfe, das Leben besser zu bewältigen.

Um 14 Uhr startete der Festzug durch die Gemeinde. Da zeigte sich, dass Otterfing für ein derartiges Ereignis zu kurz ist. Fast vier Kilometer ging es vom südlichen Ortsende bis zum nördlichen, angeführt von der heimischen Blaskapelle. In der Ortsmitte begegneten sich Zugende und der Anfang. In Fünferreihen standen die Zuschauer entlang der Strecke und applaudierten für Kapellen und Vereine und bewunderten die feschen Miedermadel und Schalkfrauen mit den kunstvollen Hauben sowie die Fahnenabordnungen der Ortsvereine. Schwaiger meinte: „Bei uns im Oberlandler Gauverband lebt das Brauchtum. Das beweist das Fest. Wir sind in der Lage, jedes Jahr ein Gaufest zu veranstalten. Das schaffen längst nicht mehr alle Verbände.“ Er freute sich, dass die Nachbarn aus Chiemgau und Loisachgau gekommen waren.

Wie lebendig das Brauchtum in Otterfing ist, zeigte auch der Gauheimatabend am Samstag. Fast drei Stunden unterhielten die Festkapelle Otterfing, die Staadlustigen Wettlkamer, die Simmal-Musi, der Baiernrainer Dreigesang, die Bernad Dirndln die Gäste im Festzelt mit Volks- und Stubnmusi. Plattlergruppe des Gaus sowie des Trachtenvereins Otterfing und die Sachsenkamer Goaßlschnoizer zeigten Volkstänze. Dass es um den Nachwuchs gut bestellt ist, bewiesen die Trachtenkinder mit einem Mühlradl. Die Krönung war der Gauschlog, den die besten Tänzer präsentierten.

Siegfried Niedergesäss

Lesen Sie hier: "Das erfordert Nerven und Kondition" - Interview mit dem Vorsitzenden des Trachtenvereins D'Teufelsgraber vor dem Gaufest

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