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Daumen hoch: Konrad Wagner (v.l.) und Norbert Kreier von der Telekom, Bürgermeister Olaf von Löwis und Standortförderin Verena Sattler freuen sich, dass der Breitbandausbau in der Gemeinde Holzkirchen abgeschlossen ist. Sie stehen vor einem Verteilerkasten in der Rosenheimer Straße, der Teil des neuen Netzes ist.

„Jetzt gibt es Formel 1 in Holzkirchen“

Breitbandausbau ist abgeschlossen

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Holzkirchen - Schneller, besser, mehr: Die Telekom hat ihren Breitbandausbau in der Gemeinde Holzkirchen abgeschlossen. Gut 7000 Haushalten stehen ab sofort bis zu 100 Megabit pro Sekunde (MBit/s) zur Verfügung.

Holzkirchens Bürgermeister Olaf von Löwis machte ein freudiges Gesicht: „Es erhöht die Attraktivität in Gewerbegebieten und auch für den Einzelhandel“, meinte er. „Jetzt gibt es Formel 1 in Holzkirchen“, scherzte er mit Blick auf das schnelle Internet. Und: „Das war ein sportlicher Zeitplan, der eingehalten wurde.“ 

Innerhalb eines Jahres hat die Telekom das Breitband in der Gemeinde Holzkirchen intensiv ausgebaut. Das Unternehmen investierte rund 1,8 Millionen Euro, rüstete damit 35 Verteilerkästen im Gemeindegebiet um und verlegte mehrere Kilometer Glasfaser. Jetzt ist alles fertig, erklärten Norbert Kreier, Regio-Manager bei der Telekom und sein Kollege Konrad Wagner, Key-Account-Manager, nun beim Ortstermin an einem Verteilerkasten in der Rosenheimer Straße. 

Im Prinzip sei nun das Kerngebiet Holzkirchen samt all seiner Ortsteile wie zum Beispiel Hartpenning, Föching und Sufferloh versorgt, erklärte Kreier. Fortan erhöht sich Geschwindigkeit beim Herunterladen von 50 auf bis zu 100 MBit/s. Beim Heraufladen vervierfacht sich die Geschwindigkeit von 10 auf bis zu 40 MBit/s. Je weiter ein Anschließer von einem Verteilerkasten weg liege, desto niedriger sei die Übertragungsrate. 

Die höheren Geschwindigkeiten im VDSL-Netz werden laut Telekom durch den Einsatz der neuen Vectoring- Technik möglich. Diese beseitige die elektromagnetischen Störungen, die auf der Kupferleitung auftreten. Das Kupfer – also die letzte Meile – geht von den Verteilerkästen in die Häuser der Nutzer. Bis zu den Kästen selbst verlaufen Glasfaser. Eine reine und teurer Glasfaserlösung, eine sogenannte FTTH-Technik, bis direkt an die Hausanschlüsse gibt es bislang nicht. Allerdings ist es laut Kreier denkbar, später, wenn neue Technologien auf dem Markt sind, aufzurüsten. 

Neben schnellem Surfen im Internet sei jetzt auch der Genuss von hochauflösendem digitalen Fernsehen möglich, wobei das Gefühl entstehe, mittendrin zu sein. „Da kann man bei einem Fußballspiel quasi mitspielen“, scherzte Wagner. Auch Home-Office sei nun auch besser möglich. Von dem Angebot profitieren können rund 7000 Haushalte im Vorwahlbereich 08024. 

Aktuell seien bereits 470 Verträge unterschrieben. Wichtig: „Die Kunden müssen ihre Verträge auf die neue Technologie umstellen“, erklärte Kreier. Beim Vertriebspartner Elektromarkt Expert in Holzkirchen können sich Interessierte über das neue Angebot informieren. 

Allerdings ist das Angebot der Telekom nicht das einzige vor Ort. Wie berichtet, bauten und bauen auch die Gemeindewerke Holzkirchen das Breitband aus. Laut Löwis haben die Gemeindewerke bereits das Gewerbegebiet Nord, das Neubaugebiet am Flachsfeld und Gebäude in der Industriestraße ans Glasfasernetz angedockt. Hier laufen die Glasfaser übrigens direkt ins Haus, was Übertragungsraten bis zu 200 MBit/s ermöglicht. Auch ein weiterer Ausbau ist geplant, allerdings etwas gedrosselt. Das Augenmerk liege auf Neubau- und Gewerbegebieten. 

Dass die Telekom ausgerechnet in dem Jahr, in dem die Gemeindewerke mit dem Ausbau begannen, auch der auf die Idee kamen in Holzkirchen nachzulegen, sei reiner Zufall gewesen, beteuert Kreier. Jährlich investiere die Telekom deutschlandweit rund vier Milliarden Euro in den Ausbau. „Wir haben in einer Vielzahl in Kommunen ausgebaut.“ Holzkirchen sei die erste im Landkreis Miesbach, die die Telekom mit der Vectoring-Technik ausgestattet hat. Heuer sollen der Ausbau in Gmund und Bad Wiessee folgen. 

Löwis will sich nicht über den Konkurrenten beschweren, im Gegenteil. „Wir sind heilfroh, dass die Telekom hier eingestiegen ist“, betont er.

Von Marlene Kadach

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