1. Startseite
  2. Lokales
  3. Holzkirchen

Coronakrise: Gemeindliche Kitas virtuell kennenlernen 

Erstellt:

Von: Marlene Kadach

Kommentare

Kinder in den Räumen der Dorfspatzen Föching
Die Räumlichkeiten der gemeindlichen Einrichtungen sollen interessierte Eltern heuer vorwiegend online kennenlernen. Das Bild gewährt einen Einblick in den Naturkindergarten „Die Dorfspatzen“ in Föching. © Gemeinde

Coronabedingt müssen die Infotage an den Kitas heuer ausfallen. Die gemeindlichen Einrichtungen in Holzkirchen gewähren Familien daher virtuell einen Einblick.

Holzkirchen – Seit einigen Jahren läuft die Anmeldung für Krippe und Kindergarten zentral über den Markt Holzkirchen. Das gilt für alle 14 Einrichtungen im Gemeindegebiet, unabhängig vom Träger. Die Eltern müssen dafür ein Formular ausfüllen und ans Rathaus schicken. Für das Kindergartenjahr 2021/2022 zwischen 1. März und 12. April. Die Gemeinde leitet die Anmeldungen wie gewohnt an die jeweilige Wunschkita weiter. Die Einrichtungen entscheiden dann eigenständig, welche Kinder sie aufnehmen. „Die aktuelle Situation hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe der einzelnen Kindergärten und Kinderkrippen“, erklärt Rathaussprecherin Annika Walther.

Allerdings gibt es heuer in de Krise einen großen Unterschied zu den vergangenen Jahren: „Leider müssen aufgrund von Corona die Infotage vor Ort ausfallen“, sagt Walther. Diese finden für gewöhnlich Anfang des Jahres statt. Damit Familien heuer die Einrichtungen trotzdem vorab kennenlernen können, haben sich die Verantwortlichen ein Alternativprogramm ausgedacht.

Diejenigen Kitas, bei denen die Gemeinde als Träger auftritt, werden bei virtuellen Infotagen einen Einblick gewähren, erklärt Walther. „Die Einrichtungen bereiten aktuell Materialien und Informationen für die Webseiten vor.“ Dazu gehören neben Fotos und Texterklärungen auch Präsentationen oder Videos. „So können sich die Eltern ein Bild von der Einrichtung, den Zimmern und den Betreuern machen.“ Darüber hinaus seien Telefongespräche oder eventuell Videokonferenzen geplant. „Weitere Fragen werden gerne von der jeweiligen Kita telefonisch beantwortet.“

Andere Träger handhaben das Prozedere etwas anders. Die evangelische Kindertagesstätte Hollerbusch zum Beispiel bietet ab Februar – nach vorheriger telefonischer Anmeldung – Einzelführungen für interessierte Familien an, berichtet eine der beiden Leiterinnen, Ursula Stacheter. „Wir nutzen dafür die Randzeiten“, erklärt sie. Also Zeiten, zu denen fast keine Kinder mehr im Haus sind. So dürfen Vater, Mutter und Kind sich die Einrichtung – allerdings nur die leeren Räume – in Ruhe ansehen und Fragen stellen. Natürlich mit Mundschutz und unter Einhaltung aller Hygienevorgaben. „Die Nachfrage war bisher aber eher zurückhaltend“, sagt Stacheter. Für Kindergarten und Krippe gab es rund 18 Anmeldungen zur Führung. Viele Eltern seien eventuell verunsichert. Für die Kita selbst – die in normalen Zeiten einen gemeinsamen Infotag für alle Interessierten anbietet – ist die Regelung natürlich ein großer Aufwand. „Aber es hilft ja nichts“, meint Stacheter.

Ähnlich geht die katholische Kindertageseinrichtung St. Josef vor. Alternativ zum herkömmlichen Tag der offenen Tür gibt es laut Leiterin Veronika Voigt heuer in ihrer Einrichtung einen festen Tag für Besichtigungen. Am Freitag, 5. Februar, kann jeweils ein Elternteil zu einem fixen Zeitfenster à 30 Minuten – das vorher telefonisch ausgemacht werden muss – die Kita anschauen. Mit FFP2-Maske und Co., aber ohne Kind. An diesem Tag würden die Kinder etwas früher nach Hause geschickt – damit sie nicht auf die Besucher treffen. Das Angebot gelte allerdings nur für die Krippe – denn im neuen Kindergartenjahr können im Kindergarten keine neuen Plätze vergeben werden. „Das hat aber mit Corona nichts zu tun“, erklärt Voigt. Insgesamt würden die Einzelführungen gut angenommen.

Weitere Infos

zu Anmeldung und Informationsmöglichkeiten an den Kitas stehen auf der Internetseite der Marktgemeinde: www.holzkirchen.de

Auch interessant

Kommentare