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9-Euro-Ticket: So läuft es bei der Bayerischen Regiobahn

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Von: Sandra Hefft

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Arnulf Schuchmann
„Es hat insgesamt besser geklappt, als gedacht“, sagt BRB-Geschäftsführer Arnulf Schuchmann. © BRB

Landkreis – Seit 1. Juni gibt es das 9-Euro-Ticket auch bei der BRB. Erste Bewährungsprobe war Pfingsten. Dafür zieht die BOB ein positives Fazit.

Seit dem 1. Juni ist das 9-Euro-Ticket der Deutschen Bahn zu haben. Damit können Fahrgäste in Juni, Juli und August 2022 jeweils einen Monat lang bundesweit den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) günstig nutzen. Wie die Bayerische Regiobahn (BRB) mit Sitz in Holzkirchen das Fahrgastaufkommen am langen Pfingstwochenende erlebt hat, erklärt BRB-Geschäftsführer Arnulf Schuchmann.

„Wir wissen nicht genau, was auf uns zukommt, sind aber gut vorbereitet und warten die Pfingsttage ab. Danach können wir bedarfsbezogen noch nachsteuern“, ließ BRB-Geschäftsführer Arnulf Schuchmann verlauten, bevor das 9-Euro-Ticket am 1. Juni eingeführt wurde.

Ausreichend Waggons bei BRB-Zügen

Das Pfingstwochenende mit schönem Wetter brachte nun Erleichterung für die BRB. Man könne ein positives Fazit ziehen, erklärt Schuchmann: „Es ist besser ausgegangen, als wir geglaubt hatten.“ So sei es nirgends in den fünf Netzen Chiemgau-Inntal, Oberland, Ostallgäu-Lechfeld, Ammersee-Altmühltal und Berchtesgaden-Ruhpolding zu Zugräumungen gekommen, weil diese überfüllt waren. „Wir konnten alle Fahrgäste mitnehmen. Ausnahme waren Fahrgäste mit Fahrrad. Da mussten einige leider am Bahnsteig zurückbleiben, weil die Fahrräder einfach nicht mehr in die Züge gepasst haben“, sagt er.

Entsprechende Hinweise hat das Unternehmen seinen Fahrgästen bereits im Vorfeld mit auf den Weg gegeben. Auf der Internetseite www.brb.de finden sich humorvolle Hinweise wie „Rucksack statt Bollerwagen“, „Wenn alle fahren, fahre ich nicht“ oder auch „Im Extremfall muss das Fahrrad draußen bleiben und der Besitzer gleich mit“.

Überraschungen auf mehreren Strecken

Diese seien gut aufgenommen worden, sagt Arnulf Schuchmann: „Unsere Appelle wurden von den meisten Fahrgästen beherzigt – kleines Gepäck mitnehmen, auf Fahrräder verzichten, zu den Randzeiten fahren – und wir hoffen, dass es auch so bleibt.“ Die Stimmung unter den Fahrgästen sei gut gewesen, sagt der BRB-Geschäftsführer: „Mir sind bisher keine Ausschreitungen bekannt geworden.“

Eine Überraschung gab es auf den Strecken München–Salzburg und Augsburg–Füssen beziehungsweise München–Füssen. Diese seien sehr gut angenommen worden. „Dort waren erheblich mehr Fahrgäste unterwegs, als wir ahnten. So werden wir an den Wochenenden unsere Kapazitäten erhöhen und Zugteile anhängen, soweit dies möglich ist“, erklärt er.

So viel Fahrgäste wie vor Corona

Entscheidend werde sein, was nach den drei Monaten mit 9-Euro-Ticket passiere. Ob der ÖPNV und damit auch die BRB überzeugen kann mit reibungslosem Ablauf und hoher Pünktlichkeit. „Da sind wir mit dem Pfingstwochenende sehr zufrieden“, erklärt Schuchmann. „Nutzen wir das 9-Euro-Ticket als Chance. Aber ich fürchte, dass es ein kurzer Hype sein wird, der uns langfristig nicht weiterbringen wird.“

Die Fahrgastzahlen waren am Pfingstwochenende vergleichbar mit denen aus der Vor-Corona-Zeit, gerade am Samstag. Es wurden an einigen Stellen Reisendenlenker eingesetzt, um die Fahrgäste in den Zügen besser verteilen zu können. „Für die kommenden Wochen werden wir an unserem Plan festhalten, wo es möglich ist zu verstärken. Es hat insgesamt besser geklappt, als gedacht“, resümiert Arnulf Schuchmann. she

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