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„Keine Zeit für Kontrolle“: Münchner (24) drängelt auf A8, weil er in Eile ist

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Polizeikontrolle
Ein Polizeibeamter hält eine Winkerkelle in den Händen. © Patrick Pleul/dpa (Symbolbild)

Holzkirchen/A8 – Mehrere rasante Autofahrer hat die Autobahnpolizei Holzkirchen am Freitag zwischen Sauerlach und Irschenberg auf der A8 aus dem Verkehr gezogen.

Viel zu tun hatte die Videostreife der Autobahnpolizei Holzkirchen am Freitagnachmittag (12. November). Kurz nach 14 Uhr erweckte ein dunkler VW Passat mit Hamburger Kennzeichen das Interesse der Beamten. Trotz dichten Nebels und einer Geschwindigkeitsbeschränkung von 100 km/h war der Pkw mit hoher Geschwindigkeit auf der Autobahn A8 in Richtung Salzburg unterwegs.

Zwischen Holzkirchen und Weyarn konnte das Fahrzeug eingeholt werden. Bei der ersten Messung wurden 171 km/h festgestellt. Bevor der Wagen angehalten werden konnte, beschleunigte der Fahrer sein Auto nach Weyarn nochmal auf 152 km/h. Die Sichtweite betrug dabei teilweise unter 100 Meter.

Kurz vor dem Irschenberg konnte die Fahrt beendet werden. Den 21-jährigen Hamburger erwartet nun ein Bußgeld in Höhe von 900 Euro sowie zwei Monate Fahrverbot.

BMW fährt auf A8 an Kolonne vorbei

Noch eiliger hatte es ein 24-jähriger Münchner mit seinem hochmotorisierten BMW. Kurz nach Sauerlach war ihm der Kolonnenverkehr offensichtlich zu langsam. Kurzerhand überholte er mit hoher Geschwindigkeit mehrere Fahrzeuge auf dem ganz rechten Fahrstreifen. Im Anschluss wechselte er wieder auf den linken Fahrstreifen und setzte seine rasante Fahrt fort.

Auf Höhe Holzkirchen wurde er im Bereich der Baustelle trotz Geschwindigkeitsbegrenzung von 80 km/h mit 120 km/h gemessen. Trotz dichtes Verkehrs überholte er immer wieder in halsbrecherischer Weise Fahrzeuge rechts. Kurz vor Weyarn bedrängte er einen Mercedes, der ebenfalls auf dem linken Fahrstreifen unterwegs war.

Sicht durch Nebel stark eingeschränkt

Bei einer Geschwindigkeit von 135 km/h hielt der Münchner einen Sicherheitsabstand von 17 Meter, erforderlich wären hier mindestens 65 Meter gewesen. „Dies alles, obwohl die Sicht immer noch durch starkem Nebel eingeschränkt war“, erklärt die Polizei. „Beim Anhalten äußerte der Münchner nur, dass er jetzt eigentlich keine Zeit für eine Kontrolle habe, da er in Eile sei.“

Für seine Fahrweise wird dem rasanten BMW-Fahrer nun ein Bußgeldbescheid in Höhe von 1.000 Euro sowie zwei Monate Fahrverbot zugestellt. ksl

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