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Bahn-Chef sichert Geld für Modernisierung der Schienen im Oberland zu

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Von: Katja Schlenker

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Neue Flotte der Bayerischen Oberlandbahn zwischen München und dem Landkreis Miesbach
Die neue Lint-Flotte der Bayerischen Oberlandbahn zwischen München und dem Landkreis Miesbach hat sich bewährt. Die maroden Schienen machen jedoch weiterhin Probleme. © BOB

Landkreis – Nach langem Hin und Her scheint es nun Geld von der Deutschen Bahn zu geben, um das marode BRB-Schienennetz im Oberland instand zu setzen.

Die Bayerische Regiobahn (BRB) ächzt unter der maroden Schieneninfrastruktur der DB Netz AG. Immer wieder haben die Züge zwischen der Landeshauptstadt München und dem Oberland mit Problemen zu kämpfen, an denen das Unternehmen mit Hauptsitz in Holzkirchen unschuldig ist. Den Ärger aber bekommen meist die BRB-Mitarbeiter ab. Nun scheint eine Lösung in Sicht.

Erst Anfang Juli hat sich die BRB wiederholt Luft gemacht: „Gleislagefehler, Weichenstörung, Schwellenauswechslung, Oberbauschaden – was auch immer die DB Netz AG als Grund für Baumaßnahmen und Langsamfahrstellen angibt, die Folge ist immer die gleiche: BRB-Züge haben Verspätung. Das sorgt inzwischen für massiven Ärger unter den Fahrgästen, führt zu enormen Belastungen der Mitarbeiter und verursacht obendrein auch hohe Kosten.“ Nun scheint sich das Blatt zu wenden.

Florian Streibl, Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler im bayerischen Landtag, beobachtet seit Jahren die Probleme bei der BRB mit großer Sorge. Die Bahnstrecken von München aus in den Landkreis Miesbach seien wichtig: für Gäste aus aller Welt und vor allem auch Pendler aus der Region.

Bahnchef Richard Lutz attakiert die GdL und ihren Vorsitzenden Claus Weselsky in einem Interview.
Bahn-Chef Richard Lutz hat Geld zugesagt, um die Schienen im Oberland instand zu setzen. © Christoph Soeder/dpa

„Leider beeinträchtigen Mängel in der Schieneninfrastruktur einen zuverlässigen und stabilen Betrieb in dieser Region“, teilt der Politiker mit. Er habe daher aus aktuellem Anlass das direkte Gespräch mit Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter gesucht, um sich für Verbesserungen einzusetzen. Der Verkehrsminister habe daraufhin bei einem Bahn-Spitzengespräch in München vor Kurzem Kontakt zu Bahn-Chef Richard Lutz gesucht.

Das Ergebnis: Der Chef der Deutschen Bahn sichert für Instandhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen auch bei der BRB einen Betrag in Höhe von 80 bis maximal 100 Millionen Euro zu. „Die Hilferufe aus der Region haben nun offenbar Gehör gefunden im fernen Berlin“, resümiert Florian Streibl. „Wenn nun bis zu 100 Millionen Euro in die Instandsetzung des Streckennetzes im Oberland fließen, ist ein erster wichtiger Schritt erreicht, um die Schieneninfrastruktur zukunftsfähig zu machen.“ ksl

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