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Gemeindewerke Holzkirchen: Deutlicher Preissprung bei Strom, Wärme und Erdgas

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Von: Sandra Hefft

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Strompreis
Wie lässt sich Energie sparen? Diese Frage treibt in diesem Winter viele um. (Symbolbild) © Jens Büttner/dpa

Holzkirchen – Auf die Kunden der Gemeindewerke Holzkirchen kommen steigende Kosten zu. Das Unternehmen hebt die Preise für Strom, Erdgas und Fernwärme zum 1. Januar 2023 an.

Die Gemeindewerke Holzkirchen heben die Preise für Strom, Erdgas und Fernwärme zum 1. Januar 2023 an. Inwiefern sich die für Januar angekündigte Strompreisbremse und die für März geplante Gaspreisbremse auf die Kosten auswirken werden, sei noch nicht bekannt.

Auf die Kunden der Gemeindewerke Holzkirchen kommen steigende Kosten zu. So wird der Arbeitspreis bei den Stromtarifen „Grund- und Ersatzversorgung“ sowie dem „Holzkirchner Strom HK medi“ um rund 36,5 beziehungsweise 38 Prozent angehoben. Gegenüber den vorherigen Preisen beträgt die Erhöhung brutto 13,69 Cent in allen Tarifen. „Wir bedauern die aktuellen Preiserhöhungen sehr, da sie das Budget unserer Abnehmer sicher empfindlich belasten. Die Steigerungen stellen für uns keine zusätzliche Einnahmequelle dar, sondern sind lediglich eine Weitergabe gestiegener Kosten“, beteuert Gemeindewerke-Geschäftsführer Albert Götz.

Auch die Preise für Erdgas werden im neuen Jahr steigen: Der Arbeitspreis in den Tarifen „Grundversorgung“ und „Holzkirchner Gas-16 medi´“ steigen um 26,5 beziehungsweise 32 Prozent, während der Grundpreis stabil bleibt. „Obwohl wir eine sehr aufmerksame Einkaufspolitik betreiben, konnten wir die enorme Steigerung der Beschaffungspreise nicht auffangen. Auf die anderen Preisbestandteile haben wir leider keinerlei Einfluss“, sagt Gemeindewerke-Geschäftsführer Albert Götz.

Ebenfalls betroffen von der Preissteigerung ist die von den Gemeindewerken Holzkirchen erzeugte Fernwärme. Diese besteht aus einem Mix von geothermisch gewonnener sowie konventionell erzeugter Wärme. „Ferner ist der Einsatz von Strom zur Förderung des Thermalwassers notwendig“, erklärt das Unternehmen. „Darüber hinaus schreibt der Gesetzgeber vor, dass die verwendete Preisgleitklausel, die Bestandteil der Wärmelieferungsverträge ist, auch die jeweiligen Verhältnisse auf dem gesamten Wärmemarkt angemessen berücksichtigen muss. Der Anstieg von Strom- und Gaspreisen hat deshalb auch auf den Fernwärmepreis deutliche Auswirkungen.“ Für die Fernwärme wird der Arbeitspreis um knapp 59 Prozent steigen, der Grundpreis um 2,7 Prozent. „Für einen Musterhaushalt mit 15 Kilowatt Anschlussleistung und 20 Megawattstunden Jahresverbrauch steigt der sogenannte Mischpreis damit um rund 48 Prozent“, erklären die Gemeindewerke.

„Müssen konkurrenzfähig bleiben“

Entspannt sich die Situation auf den Energiemärkten wieder, wolle das Unternehmen die sinkenden Kosten an die Kunden weiter geben, beteuert es. „Bei der Fernwärme sorgt dafür automatisch die Preisgleitklausel, die auch nach unten wirkt. Aber auch bei Strom und Gas wollen und müssen wir konkurrenzfähig bleiben und uns deshalb einer eventuell neuen künftigen Situation anpassen.“ she

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