1. Startseite
  2. Lokales
  3. Holzkirchen
  4. DasGelbeBlatt

Bäume am Herdergarten-Parkplatz in Holzkirchen müssen gefällt werden

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Linde nahe dem Holzkirchner Kindergarten
Nach einem Stammausbruch an einer Linde nahe dem Holzkirchner Kindergarten wurden die Bäume im Umgriff begutachtet. Demnach müssen aus Sicherheitsgründen fünf gefällt werden. © Hacker

Holzkirchen – Nachdem am Kindergarten an der Frühlingsstraße in Holzkirchen ein Baum auffällig geworden ist, wurden nun weitere Gehölze untersucht.

Ein heftiger Sturm hat heuer einer Linde nahe dem Kindergarten an der Frühlingsstraße in Holzkirchen zugesetzt und zu einem massiven Stamm­ausbruch geführt. Das hat die Marktgemeinde zum Anlass genommen, die Bäume im Umgriff überprüfen zu lassen. Das Urteil war ernüchternd: Demnach müssen fünf Baumriesen umgehend gefällt, andere beobachtet und zurückgeschnitten, aber langfristig wohl doch entnommen werden. Die Maßnahmen sollten nach Expertenmeinung durch Neupflanzungen begleitet werden. Die Mitglieder im Orts- und Verkehrsplanungsausschuss brachten das in ihrer jüngsten Sitzung einstimmig auf den Weg.

Untersucht wurden im südlichen Außenbereich des Holzkirchner Kinderhorts eine Linde, drei Kastanien und eine Birke sowie drei Kastanien und eine Linde westlich des Kinderhorts. Zusätzlich wurden die beiden Eschen nördlich und südlich des Jugendzentrums in Augenschein genommen. Der Grafinger Baumpfleger und -sanierer Frank Frater hat diese Aufgabe übernommen. Das Ergebnis erläuterte er bei einem Ortstermin mit Bürgermeister Christoph Schmid, Robert Wiechmann (Grüne) und Vertretern der Verwaltung.

Birke südlich des Kinderhorts

„Natürlich ist das ein sehr emotionales Thema, aber wir sind für die Sicherheit verantwortlich und müssen handeln“, fasste Schmid das Ergebnis bei der Sitzung des Orts- und Verkehrsplanungsausschusses zusammen. Weiter merkte Schmid an, dass auch Wiechmann mit seiner Expertise als Förster die Vorschläge Fraters uneingeschränkt bejaht habe.

Einstimmig hat das Gremium dann beschlossen, dass entlang der Marienstraße zwei Kastanien und eine Linde gefällt werden. Eine Kastanie kann zunächst erhalten bleiben. Südlich des Kinderhorts muss eine Birke aus Verkehrssicherungsgründen umgehend gefällt werden. Eine Linde und drei Kastanien können stehen bleiben, sollen aber beobachtet und zum Teil eingekürzt werden.

Esche nördlich des Jugendzentrums

Ebenso soll die nördlich des Jugendzentrums stehende Esche weiterhin beobachtet werden. Die Esche im Süden wird allerdings der Motorsäge zum Opfer fallen, weil sie bereits auf die Stützwand zur Marienstraße drückt und ein Verkehrssicherheitsrisiko darstellt. Eine Ersatzpflanzung erscheint aus Sicht der Fachleute an diesem Standort nicht sinnvoll.

Überhaupt ging es nicht nur ums Abholzen, sondern auch darum, wie Entnahme und Pflegemaßnahmen durch gezielte und vorausschauende Neu- und Ersatzpflanzungen begleitet werden können. Dieses Gesamtkonzept stimmte dann auch Ulrike Küster (Grüne) gütlich: „Natürlich blutet mir das Herz, dem zuzustimmen, aber ich finde es super, dass wir schon heute neue Bäume als Ersatz und mit Blick in die Zukunft pflanzen.“ hac

Auch interessant

Kommentare