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Holzkirchen: Ja zum Bauprojekt Hoki-Living

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Von: Sandra Hefft

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Visualisierung Hoki-Living
Das Innovationszentrum Hoki-Living, hier in einer ersten Visualisierung, könnte in etwa zwei Jahren den Solar-Tracker am Rudolf-Diesel-Ring als markanter Blickfang ersetzten. © Eckpfeiler-Immobilien GmbH

Holzkirchen – Mit deutlicher Mehrheit hat der Holzkirchner Marktgemeinderat kürzlich die Planungen für das Bauprojekt Hoki-Living gebilligt. Die Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung sind veranlasst.

Noch ist der Solar-Tracker am Rudolf-Diesel-Ring in Holzkirchen ein markantes Wahrzeichen. Das könnte sich bald ändern: Die Pullacher Firma Eckpfeiler Immobilien GmbH möchte auf dem rund 4500 Quadratmeter großen Areal ein modernes Innovationszentrum bauen.

Das „Hoki-Living“ getaufte Projekt soll über flexible Büroflächen, Co-Working-Spaces, Konferenzräume, eine Kindertagesstätte sowie ein öffentliches Café verfügen. Außerdem ist geplant, circa 100 Mikro-Appartements zu bauen.

Mit deutlicher Mehrheit billigte der Marktgemeinderat kürzlich die Planungen und veranlasste die Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung.

Der bis zu fünfgeschossige Baukörper, der größtenteils in Holz­hybrid-Bauweise in Systembau errichtet werden soll, hat bereits eine Vorgeschichte: So wurde dem Marktgemeinderat schon im Oktober das Mobilitätskonzept vorgestellt.

Dies würde dem Bauherrn eine Reduktion von 30 Prozent der Stellplätze zugestehen. Wobei die bei dem Konzept vorgesehene Verwendung von Duplexstellplätzen in der Tiefgarage nicht bei allen Gemeinderäten Begeisterung hervorrief. Weil das nach wie vor ein Thema ist, wurde ein Ortstermin bei einer vergleichbaren Anlage vorgeschlagen. Nicht zuletzt Bürgermeister Christoph Schmid meinte dazu: „Davon möchte ich mich vorher schon noch gerne selbst überzeugen.“

Zu Rückfragen aus der Bevölkerung, was denn die Planungsziele der Marktgemeinde seien, nahm Isabella Britze vom Bauamt Stellung. Demnach entspricht die mögliche Bebauung den Zielen des Ortsentwicklungskonzeptes. Unter anderem nannte sie eine deutliche Verkehrsentlastung.

Ein weiterer Gewinn wäre das vielfältige Angebot an Wohnformen, die aus Mikro-Apartments mit etwa 30 Quadratmeter Wohnfläche sowie Zwei- und Drei-Zimmer-Wohnungen bestehen. Davon könnte der Markt Holzkirchen voraussichtlich sechs Apartments und zwei Wohnungen zum Herstellungspreis erwerben und vergünstigt an Einheimische vermieten.

Zudem würde die vorgesehene zweizügige KiTa, die mindestens den entstehenden Bedarf decken soll, Eigentum der Gemeinde werden.

Bezüglich der Kubatur des Gebäudes wurde laut Britze bereits mit Kreisbaumeister Christian Boiger gesprochen, dieser stehe dem Vorhaben „sehr positiv“ gegenüber. „Die Bauweise entspricht dem Landesentwicklungsprogramm Bayern für eine flächensparende Siedlungs- und Innenentwicklung und unserem Regionalplan, der die verstärkte Wohnsiedlungstätigkeit in geeigneten zentralen Orten mit Nähe zu bestehenden Infrastrukturen vorsieht“, schloss Britze ihren Vortrag.

Wasser in den Wein goss dann aber SPD-Fraktionssprecher Simon Ammer: „Es bleibt dabei, für uns ist dies die falsche Stelle für das Projekt. Wir sollten unsere Gewerbefläche dafür nicht aufgeben, wir werden sie noch brauchen.“ Das Gros des Marktgemeinderates war aber wie Robert Wiechmann (Grüne, „Ein tolles Projekt.“) und Sebastian Franz (CSU, „Gewinnbringend für den ganzen Ort.“) anderer Meinung, und gab mit fünf Gegenstimmen grünes Licht für die Auslegung der Planung zur Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung.

Im Idealfall plant die Eckpfeiler GmbH die Fertigstellung 2023. Anerkennend und mit einem Augenzwinkern meinte Hubert Müller (FWG) zu den Planungen: „Das Tempo ist brutal. Ich glaube, wir sollten uns beeilen, den Solar-Tracker zu sichern.“ hac

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