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Neue Kunstinstallation am Kultur im Oberbräu in Holzkirchen

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Kunst im öffentlichen Raum in Holzkirchen
Die Gesellschaft ist bunt, vielfältig und jeder ist ein Teil davon – das soll das Kunstwerk „58 und ich“ der Malerin Sabine Kühner (r.) zum Ausdruck bringen. Bei der Vernissage am Kultur im Oberbräu in Holzkirchen zeigten sich Bürgermeister Christoph Schmid und Kulturhauschefin Ingrid Huber angetan. © Hacker

Holzkirchen – „58 und ich“ heißt das Werk von Sabine Kühner, das seit Kurzem an der Wand gegenüber dem Kultur im Oberbräu in Holzkirchen zu sehen ist.

Mit ihrem Projekt „58 und ich“ gewann die Holzkirchner Malerin Sabine Kühner den vom Markt Holzkirchen sowie dem Kultur- und Bürgerhaus erstmals ausgeschriebenen Wettbewerb „Kunst im öffentlichen Raum“. Kürzlich wurde das aus zwei Flächen mit einer Größe von jeweils 2,70 mal 2,25 Meter bestehende Kunstwerk an einer Mauer am Kultur im Oberbräu angebracht und bei einer Vernissage vorgestellt.

Beim Betrachten der vielen verschiedenen Porträts fand Bürgermeister Christoph Schmid: „Man kann sich in der Installation verlieren, weil man sich selbst sucht oder Ähnlichkeiten sieht, die einen an jemanden erinnern.“ Schmid selbst meinte Donatella Versace und John Travolta wiederzuerkennen. Wie Kühner sagte, habe sie tatsächlich unter anderem Porträts von Robert Redford und Elton John mit in die Installation gepuzzelt. Genauso sind aber auch solche von Ernst Wilhelm Nay, einem bedeutenden deutschen Nachkriegsmaler, von Fußballfans nach einem verlorenen Spiel und ganz normalen Menschen zu finden.

Ein wichtiges Detail ist, dass der Betrachter selbst Teil des Kunstwerks werden kann. Dazu hat Kühner zwei Spiegelflächen eingelassen – einmal auf Kinder- und einmal auf Erwachsenenhöhe. „Ich möchte damit zeigen, dass jeder Teil der Gesellschaft ist, man seinen Platz darin aber nur in Beziehung zu anderen Menschen findet“, erklärte die Künstlerin und ergänzte: „Ich freue mich, dass ich mit meiner Idee, unsere in ihrer Vielfalt und Diversität einzigartige Gesellschaft zu zeigen, die Jury überzeugen konnte. Und wo würde es besser passen, als an einem Haus der Kultur, wo sich viele Menschen begegnen?“ So machte es dann auch keinem der rund 30 Gäste etwas aus, dass aus den ursprünglich 57 geplanten Porträts letztlich 58 wurden.

Auf die Idee, die Montage zu teilen und damit eine zusätzliche Illumination der Porträts zu ermöglichen, ist Kulturhauschefin Ingrid Huber gekommen. Sie war beim Start des Wettbewerbs vor einigen Wochen sofort bereit, die graue Wand aus Sichtbeton dafür zur Verfügung zu stellen, die jetzt mit dem wetterfest auf Aluminiumplatten gedruckten Kunstwerk „58 und ich“ dauerhaft verkleidet ist.

„Ziel des Wettbewerbs war, temporäre und dauerhafte Kunstwerke unterschiedlicher Art im öffentlichen Raum zu installieren. Damit sollen neue attraktive Blickpunkte entstehen, die die stilistische Vielfalt des traditionsreichen Marktes Holzkirchen auch an öffentlichen Plätzen widerspiegeln“, erklärte Standortförderin Eva-Maria Schmitz. Eingegangen waren sieben Ideen für die Gestaltung des Marktplatzes und acht für die Gestaltung der Wand am Kultur im Oberbräu. Die fünfköpfige Jury hat neben „58 und ich“ von Sabine Kühner das Projekt „Passepartout“ von Sabine Schreiber und Matthias Erhard als temporäre Installation für den Marktplatz zum Sieger gekürt. hac

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