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Nach Austritt 2021: Kein Windenergie-Zurück für Brunnthal

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Erneuerbare Energien
Dem angepeilten Ziel, im Hofoldinger Forst mit drei Windkraftanlagen 2024 in Betrieb zu gehen, würde laut den ARGE-Kommunen Sauerlach, Otterfing und Aying die Wiederaufnahme von Brunnthal einen Strich durch die Rechnung gemacht. © Julian Stratenschulte/dpa/Symbolbild

Sauerlach/Otterfing – Nachdem Brunnthal 2021 überraschend aus der ARGE Windenergie Hofoldinger Forst ausgestiegen ist, wird der Gemeinde nun eine Rückkehr versagt.

Wenig Begeisterung hat der Antrag der Gemeinde Brunnthal auf Wiedereintritt in die ARGE Windenergie Hofoldinger Forst ausgelöst. Schließlich hatten sich die Kommunen Sauerlach, Otterfing und Aying 2021 nach dem Ausscheiden Brunnthals alleine auf den Weg gemacht und haben inzwischen Fakten geschaffen, um eine GmbH zu gründen. Dementsprechend wurde der Antrag in allen drei Gremien aus zeitlichen und wirtschaftlichen Gründen abgelehnt.

Hatten sich die Brunnthaler Gemeinderäte 2021 noch mit 11:8 Stimmen gegen den Verbleib in der ARGE Windenergie Hofoldinger Forst ausgesprochen, vollzog das Gremium vor Kurzem eine 180-Grad-Wende und stimmte mit 11:7 Stimmen für eine Rückkehr in die ARGE. Dementsprechend wurde ein Antrag auf Wiederaufnahme gestellt.

Sauerlach und Otterfing stimmen dagegen

Wie Otterfings Bürgermeister Michael Falkenhahn kürzlich in öffentlicher Sitzung sagte, würde der Wiedereinstieg Brunnthals das Projekt aber um rund ein Jahr verzögern, weil bereits beauftragte Gutachten neu gestellt werden müssten und sich die ARGE ja praktisch ohnehin in der Auflösung befinde. „Die Aufstellung der GmbH ist in vollem Gange“, erklärte der Bürgermeister. Weiter hatte Falkenhahn angesichts des Abstimmungsergebnisses Zweifel an der Ernsthaftigkeit des Antrags. „Ein deutliches Zeichen pro Windenergie schaut für mich anders aus“, resümierte er.

Ähnlich äußerte sich Sauerlachs Vizebürgermeister Klaus Zimmermann: „Wer weiß, ob die nicht wieder in ein paar Monaten umfallen.“ Dementsprechend stimmten die Sauerlacher Gemeinderäte einstimmig gegen den Wiederaufnahmeantrag, nahmen aber auf Vorschlag von Wolfgang Büsch (Grüne) einen Passus auf, wonach Brunnthal eine spätere Beteiligung an der GmbH nicht grundsätzlich versagt werde.

Aying auch gegen Wiederaufnahme Brunnthals

In Otterfing wollte Josef Killer (FWG) als erklärter Gegner der Windkraftanlagen den Antrag aus formalen Gründen gar nicht erst behandeln, sondern verschieben. Dafür hatte Stefan Burgmayr (FLO) keinerlei Verständnis: „Wir müssen jetzt am Ball bleiben und dürfen keine Zeit verlieren.“ Erwartungsgemäß wurde dann auch der Antrag in Otterfing gegen Killers Stimme abgelehnt.

Wie Martin Sterflinger, Geschäftsführer der Windenergie Hofoldinger Forst GmbH am Rande der Sauerlacher Sitzung berichtete, hatte sich auch Aying als Dritter im Bunde bereits gegen die Wiederaufnahme Brunnthals ausgesprochen. hac

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