In der Nähe der B472 im Landkreis Miesbach ging aufgrund des heftigen Unwetters am Sonntagabend eine Mure ab.
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Bei den jüngsten Unwettern ging nahe der B472 im Landkreis Miesbach eine Mure ab.

Dem Wasser Herr werden

Nach Unwettern: Holzkirchen regelt Entwässerung auf Grundstücken neu

  • VonSelina Benda
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Holzkirchen – Die Unwetter in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz, aber auch im Landkreis Miesbach haben die Gewalt des Wassers gezeigt. In Holzkirchen wird nun reagiert.

Wie wichtig es ist, dass Niederschlagswasser richtig versickern kann, haben nicht nur die jüngsten Unwetter und Hochwasser in Deutschland gezeigt. Damit sich alle privaten Grundstückseigentümer an eine diesbezügliche Regelung halten müssen, hat die Marktgemeinde Holzkirchen nun eine Entwässerungssatzung erlassen.

„Das ist ein Thema, das in den vergangenen Tagen an ganz neuer Bedeutung gewonnen hat“, sagte Bürgermeister Christoph Schmid in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats vor der Sommerpause. Nur wenige Tage zuvor hatten verheerende Hochwasser im Norden Deutschlands für katastrophale Zustände gesorgt.

Einheitliche Regelung für Niederschlagswasser

Damit auf allen privaten Grundstücken, welche die Eigentümer bebauen und damit auch teilweise versiegeln wollen, eine einheitliche Regelung bezüglich der Entsorgung von Niederschlagswasser herrscht, hat das Holzkirchner Gremium einstimmig eine neue Satzung erlassen.

Demnach müssen bereits mit dem Bauantrag bestimmte Formulare vorgelegt werden, welche Anlagen für die Oberflächenentwässerung mit in die Bebauung eingeplant werden. Im Geltungsbereich der Satzung soll dies mit einem modifizierten Trennsystem erfolgen, wie Schmid erklärte. Dies ermöglicht, Schmutz- und Niederschlagswasser getrennt voneinander abzuleiten. Dabei ist es eben nicht erlaubt, sich an die bestehenden Kanäle der Gemeinde anzubinden.

Kleinere Grundstücke ausgenommen

„So ein Beispiel hatten wir nämlich erst kürzlich wieder und das Landratsamt hat bei unserer Beschwerde nur mit den Schultern gezuckt“, erklärte der Bürgermeister. Eine Satzung solle dieser Willkür nun entgegenwirken: „Damit haben wir dann ein Schwert in der Hand“, sagte Schmid. Denn bei Verstößen gegen die Satzung, droht den Grundstückseigentümern eine Geldstrafe.

Möglich sind laut Holzkirchner Satzung nun Regenwassernutzungsanlagen, Mulden zur Versickerung oder unterirdische Anlagen. Kleinere Grundstücke sind von der Regelung ausgenommen und es ist auch möglich, mehrere der erlaubten Anlagen zu kombinieren. sb

Quelle: DasGelbeBlatt

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