Fläche für Otterfinger Bauhof
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Der Lagerschuppen nahe dem Sendemasten ist in einwandfreiem Zustand. In dessen Umgriff soll nun ein befestigter und eingefriedeter Freilagerplatz für den Otterfinger Bauhof entstehen.

Freilagerfläche im Norden geplant

Ja zu zweitem Standort für Otterfinger Bauhof – trotz Kritik im Gemeinderat

Otterfing – Nachdem die Gemeinde Otterfing ein passendes Grundstück erhalten hat, soll dort ein neuer Bauhof-Standort entstehen.

Bereits in der Junisitzung diskutierten die Otterfinger Gemeinderäte, ob ein neuer gemeindlicher Lagerplatz für den Bauhof geschaffen werden soll. Abgestimmt wurde damals nicht, weil zu viele Fragen offen blieben. Nun wurde ein paar Wochen später und nach einem Lokaltermin in öffentlicher Sitzung abgestimmt.

Robert Schüßlbauer (CSU) und Josef Killer (FWG) waren von Umfang und Notwendigkeit der geplanten Maßnahmen dennoch nicht überzeugt und stimmten dagegen. Die Mehrheit sprach sich aber dafür aus, die Planungen fortzuführen.

Intakter und nutzbarer Lagerschuppen

Rund 4.000 Quadratmeter ist der Platz unweit des Rohrdorfer-Kieswerks groß, der durch einen Vergleich in Besitz der Gemeinde gekommen ist. Darauf steht bereits ein intakter und nutzbarer Lagerschuppen. Wie Bauamtsleiter Hubert Zellner sagte, lässt dieser sich hervorragend für den Bauhof nutzen und der Umgriff sich gut als teilweise gekieste und teilweise gepflasterte Lagerfläche herrichten. Darauf könnten dann Kies, Schüttgut, normaler Aushub und solcher zur Beprobung, aber auch Container gelagert werden.

Dazu sind unter anderem Boxen in Betonbauweise vorgesehen. Eingefriedet soll der Platz zur Bahnlinie und nach Norden hin mit einem rund 1,50 Meter hohen Erdwall werden. Der Rest wird mit einem Mattenzaun abgegrenzt. Die Kosten für alle Maßnahmen zusammen schätzte Zellner auf maximal 90.000 Euro. „Das ist alles un­spektakulär, aber für den Bauhof sehr wichtig“, fasste Zellner die Planung zusammen.

Erdwall hindert nicht am Betreten

Schüßlbauer hatte allerdings schon im Juni gefragt, ob die Schaffung einer so großen und aufwendigen Freilagerfläche für den Bauhof notwendig sei. Schließlich gäbe es noch andere gemeindliche Flächen, die sich dafür eignen. Zudem hindere ein Erdwall nicht am Betreten. Er hielt dann auch an seiner Ablehnung fest: „In der Zeit, in der wir aufs Geld schauen müssen, sehe ich das kritisch.“

Auch Killer hielt seine Bedenken aufrecht und stimmte gegen den Beschluss. „Fahrzeuge werden da ja vermutlich nicht im Freien hingestellt – und sollte wirklich Aushub zur Beprobung zwischengelagert werden müssen, wäre das in Containern vermutlich billiger.“ Er verwies außerdem darauf, dass im Bereich des Sendemasts ja ohnehin bereits Aushub lagert. Zudem gehe er davon aus, dass, wenn der Bauhof beispielsweise Kies oder Humus benötige, dieser sowieso woanders geholt werde. hac

Quelle: DasGelbeBlatt

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