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Otterfing verbucht weniger Gewerbesteuer und hohe Kreisumlage

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Bohrung für dritten Brunnen bei Palnkam
Die Trinkwasserversorgung zu sichern, gehört in den Otterfinger Haushaltsplanungen zu den priorisierten Projekten, ebenso die Bohrung für den dritten Brunnen bei Palnkam. © Hacker

Otterfing – 2021 war finanziell ein schwieriges Jahr für die Gemeinde Otterfing – nicht nur wegen Corona. Kämmerer Peter Kirschenhofer zog nun Bilanz.

Im Otterfinger Gemeinderat berichtete Kämmerer Peter Kirschenhofer jüngst über die Jahresrechnung des Haushalts 2021. Demnach lasse die notwendige Entnahme von rund 3 Millionen Euro aus der allgemeinen Rücklage diese zum Jahreswechsel auf 2,5 Millionen Euro schmelzen. Allerdings wurden mit dem Sicherstellen der Wasserversorgung, dem Beschaffen eines neuen Feuerwehrfahrzeugs und dem Sanieren der Schulturnhalle auch wichtige Investitionen gestemmt. Zusammenfassend bezeichneten Kirschenhofer und Bürgermeister Michael Falkenhahn den Haushalt als solide.

„Das Haushaltsjahr 2021 ist das finanziell wohl schwierigste der vergangenen 20 Jahre“, stimmte Kirschenhofer das Gremium auf seinen Vortrag ein. Zwar kam es nicht ganz so arg, wie befürchtet, aber die Kreisumlage war mit 3,67 Millionen Euro so hoch wie noch nie. Schuld daran war das Rekordsteuerjahr 2019, als rund 3,25 Millionen Euro Gewerbesteuer ins Gemeindesäckel flossen.

Vorsichtige Planung und Sparmaßnahmen

Heuer waren es nur etwa 1,4 Millionen Euro. Ursache dafür war in erster Linie nicht Corona, sondern die Abwanderung eines der bisher größten Steuerzahler. „Die durch Corona bedingten Steuerausfälle können voraussichtlich durch den erneuten Corona-Gewerbesteuerausgleich durch das Land Bayern abgefangen werden“, erklärte Kirschenhofer.

Damit und durch vorsichtige Haushaltsplanung sowie Sparmaßnahmen konnte laut Kirschenhofers Bericht die ursprünglich zum Haushaltsausgleich geplante Entnahme aus der allgemeinen Rücklage um knapp 178.000 Euro auf gut 3 Millionen Euro verringert werden.

So wurden einige Investitionen getätigt:

„Die getätigten Ausgaben waren unumgänglich, um in Zukunft einen möglichen Investitionsstau zu vermeiden“, stellte Kirschenhofer fest und meinte zusammenfassend: „Mit der nötigen Vorsicht und einer der Situation gerecht werdenden Haushaltsplanung und Bewirtschaftung von Haushaltsmitteln wird es auch künftig möglich sein, die finanzielle Situation der Gemeinde Otterfing stabil zu halten.“ hac

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