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Pannen auf Baustellen sorgen für Zugausfälle: BRB wütet gegen DB

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Von: Sandra Hefft

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Bahnhof Holzkirchen
Da BRB-Züge aufgrund von Bauarbeiten ausgefallen sind, mussten zahlreiche Pendler auf ihre Verbindung warten. © Thanner (Archivfoto)

Holzkirchen/Landkreis – Erneut haben Bauarbeiten der Deutschen Bahn Züge der BRB lahmgelegt. Das Unternehmen mit Sitz in Holzkirchen ist erzürnt.

„Wieder einmal trifft es die Bayerische Regiobahn mit voller Wucht“, zeigt sich die BRB erzürnt: So sind bei Bauarbeiten auf der Strecke der Bayerischen Regio­bahn (BRB) seitens der Deutschen Bahn Kabel durchtrennt worden. In der Folge fiel laut BRB das Stellwerk in Schliersee aus. Zugverkehr zwischen Miesbach und Bayrischzell war nicht mehr möglich. Dann mussten auch noch die Bauarbeiten zwischen Holzkirchen und Lenggries verlängert werden. Darüber sei die BRB erst spät informiert worden, zeigt sich Geschäftsführer Arnulf Schuchmann verärgert.

Nach dem Ausfall des Schlierseer Stellwerks musste die Bayerische Regiobahn schnell für alternative Transportmöglichkeiten für die Fahrgäste sorgen. „Für uns bedeutet das, schnellstens Schienenersatzverkehr mit Bussen zwischen Miesbach und Bayrisch­zell zu organisieren. Aber die Busunternehmer haben auch nicht Busse und vor allem Fahrer für solch unvorhersehbare Ereignisse auf dem Hof stehen, die nur darauf warten, dass wir anrufen“, zeigt sich BRB-Geschäftsführer Arnulf Schuchmann deutlich verärgert über das laut Mitteilung folgenschwere Missgeschick bei der Bahn.

Probleme auf Baustelle

Schließlich hätten auch Busfahrer während der Ferien Urlaub oder haben momentan Corona. „Die Lage ist auch bei Verkehrsunternehmen angespannt“, sagt Schuchmann. Deshalb sei der Schienenersatzverkehr nur mühsam in Gang gekommen, zumal lange nicht klar gewesen sei, wann das Stellwerk wieder funktionieren werde.

Der größte Brocken sei aber die Information gewesen, dass die DB für die seit zwei Wochen laufende Baustelle zwischen Holzkirchen und Lenggries die falschen Schwellen bestellt habe, was allerdings erst spät festgestellt worden sei. „Die Information darüber haben wir am Samstagnachmittag bekommen, also einen Tag vor dem geplanten Ende der Bauarbeiten“, schimpft Arnulf Schuchmann. „Wie sollen wir da unsere Fahrgäste noch ordentlich informieren?“

Schulstart nach den Osterferien

Noch zuvor habe sich die BRB sicherheitshalber bei der Deutschen Bahn (DB) nach dem angekündigten Ende vor Schulstart erkundigt. „Offiziell hieß es vonseiten der DB da noch, die Baustelle würde bis Sonntagabend beendet sein“, erklärt die BRB. „Das ist wieder einmal die typische Salamitaktik und wir müssen auf Sicht fahren, wie es in der Eisenbahnsprache heißt, können leider nur für kurze Zeiträume planen und versuchen zweigleisig, also auch mit Bussen, das Chaos irgendwie in den Griff zu bekommen.“

Am Mittwoch (27. April) soll die Strecke wieder im Regelbetrieb befahren werden. Zu spät für den Schulstart nach den Osterferien. Es sei nur unter größtmöglichem Einsatz der BRB-Mitarbeiter gelungen, Fahrten der Schüler mit Bussen zu organisieren. Pendler hingegen hätten vergeblich am Bahnsteig auf Zug oder Bus gewartet.

BRB beklagt Imageschaden

„Und wieder einmal melden sich zu Recht Fahrgäste, die sich über uns ärgern“, sagt Schuchmann. Dafür habe er Verständnis, aber 1. sei nicht die BRB die Schuldige, sondern die DB, und 2. wirke sich dieses Chaos, das die BRB zum wiederholten Mal erlebt, auf die Zufriedenheit der Fahrgäste aus, schreibt die BRB. Dies habe Einfluss auf das Ranking der Bahnen in Bayern.

Fallen die Werte schlecht aus, werden Strafzahlungen fällig. Das will Schuchmann aber nicht hinnehmen: „Wenn wir Fehler machen, stehen wir dafür gerade, aber für die Fehler der DB werden wir das nicht tun. Die hohen Verspätungen und Ausfälle schaden unserem Ruf enorm und ich bin nicht bereit, das einfach zu akzeptieren. Daher werden wir die DB hier auch finanziell in die Verantwortung nehmen.“ she

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