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Sauerlach will Straßenschäden künftig digital erfassen

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Von: Selina Benda

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Straße in Sauerlach
Schlaglöcher, Spurrillen und mehr: Schäden an gemeindlichen Straßen werden in Sauerlach künftig digital erfasst. © Benda

Sauerlach – Nach einem Beschluss im Gemeinderat will Sauerlach eine Software anschaffen, um Straßenschäden künftig digital zu dokumentieren.

Etwa 100 gemeindliche Straßen bewirtschaftet die Kommune Sauerlach. Bisher fand die Bestandsaufnahme über deren Zustand immer durch einen Mitarbeiter statt. Dieser Verwaltungsprozess wird nun digitalisiert.

Vorausgegangen war dieser Entscheidung ein Antrag der CSU-Fraktion im Gemeinderat. „Uns erschien in der Vergangenheit die Auswahl der Straßen für die Sanierung immer sehr willkürlich“, erklärte Markus Hoffmann das Anliegen der Fraktion. Mittels einer Software soll eine externe Firma die Bestands- und Zustandserfassung der gemeindlichen Straßen übernehmen.

Aufnahme des Ist-Zustands in Sauerlach

Wie Bauamtsleiterin Jeanette Schaff­roth erklärte, gehe es dabei nicht um eine neue Software, sondern lediglich um die Aufnahme des Ist-Zustandes sowie die Integration dessen in das bereits vorhandene Programm der Verwaltung. „Die Firma scannt dann die Oberflächen der Straßen und überträgt diese Daten sowie Fotos etwa auch vom Baumbestand in das Programm“, erläuterte sie dem Gremium das Vorgehen.

Nicht nur, dass die Daten dann digital und übersichtlicher erfasst wären. Das Programm bietet im Anschluss dann auch eine gesamte Auswertung über den Zustand der gemeindlichen Straßen. Dies würde wiederum die Priorisierung für Sanierungen leichter machen.

Erleichterung der Verwaltungsarbeit

„Mir erschließt sich der Nutzen dieser teuren Software nicht. Bei 100 gemeindlichen Straßen reicht doch auch eine Excel-Tabelle aus. Da stecken wir das Geld doch lieber in die Sanierung“, kommentierte Bernhard Lederer (UBV) das Vorhaben. Auch Bürgermeisterin Barbara Bogner würde die bereits dafür festgelegten Haushaltsmittel lieber in die Straßensanierung stecken. „Machen wir doch erst die Straßen, die es wirklich nötig haben, das brauchen wir eigentlich dringender“, sagte die Rathauschefin. Sowohl Schaffroth als auch Gemeindegeschäftsleiter Norbert Hohenleitner betonten die Erleichterung der Verwaltungsarbeit durch das Programm.

Am Ende der Diskussion fiel die Entscheidung der Gemeinderäte denkbar knapp aus: Mit 12:8 Stimmen sprach sich das Gremium für die digitale Erfassung aus. In einer nichtöffentlichen Sitzung wurde der Auftrag über 46.130 Euro an die Firma Lehmann und Partner GmbH vergeben. sb

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