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Südumfahrung Holzkirchen: Antrag der Grünen im Gemeinderat abgelehnt

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Von: Selina Benda

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Südumfahrung Holzkirchen
Von den Varianten 1, 2 und 3 der Holzkirchner Südumfahrung haben die befragten Experten abgeraten. Nun müssen sich die Marktgemeinderäte positionieren. Die Grünen-Fraktion schlägt dazu einen Runden Tisch vor. © Straßenbauamt Rosenheim

Holzkirchen – Um das Projekt der Holzkirchner Südumfahrung angemessen zu begleiten, hat die Grünen-Fraktion einen Runden Tisch vorgeschlagen.

Es könnte eines der größten Straßenbauprojekte in Holzkirchen werden und birgt nicht nur deshalb enormes Konfliktpotenzial: die geplante Südumfahrung. Die Fronten bei Gegnern und Befürwortern sind verhärtet. Letzte Prüfungen des Staatlichen Bauamts Rosenheim zu einer möglichen Trassenführung stehen laut Bürgermeister Christoph Schmid derzeit noch aus. Wenn sich das Gremium auf eine Variante einigen würde, könnte diese den Bürgern in Form eines Ratsbegehrens vorgelegt werden.

Das Staatliche Bauamt wünscht sich von der Kommune ein klares Votum für eine der Trassenführungen. Um dieses zu erlangen, beantragte die Fraktion der Grünen jüngst, einen Runden Tisch zur geplanten Südspange einzuberufen. „Um den Prozess der Entscheidungsfindung transparent zu halten und ein Gegenbürgerbegehren zu verhindern“, erklärte Robert Wiechmann das Ansinnen der Fraktion hinter dem Antrag. „Denn egal, wie man zur Südumfahrung steht, es wird sowieso ein harter Ritt“, stellte der Grünen-Rat klar.

Der Gegenwind ließ nicht lange auf sich warten: „Zu viele Beteiligte an einem Tisch“, empfand Michael Wohlschläger (CSU) das Vorhaben und befürchtete dadurch, dass das Ratsbegehren in eine bestimmte Richtung gelenkt würde. Auch Fraktionskollege Sebastian Franz empfand den Bedarf einer solchen Runde nach 40 Jahren Diskussion als unnötig. Josef Sappl senior (CSU) machte klar, dass er seine Meinung und damit Entscheidung zur Südspange nicht hinter einem Runden Tisch verstecken werde, wie er es ausdrückte.

Unterstützt wurden die Grünen in ihrem Antrag von Simon Ammer (SPD): „Der Runde Tisch soll am Ende die Akzeptanz in der Bevölkerung für eine Entscheidung fördern.“ Seine Fraktionskollegin Elisabeth Dasch sah die Idee eines solchen Gremiums ebenfalls als förderlich an, um das Ratsbegehren vorzubereiten. Vize-Bürgermeisterin Birgit Eibl (FWG) empfand den Zeitpunkt dafür verfrüht.

Am Ende der Diskussion wurde der Antrag mit 14:10 Stimmen abgelehnt. sb

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