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Südumfahrung Holzkirchen: Grünen-Fraktion verlangt Klarheit

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Südumfahrung Holzkirchen
Ob und wie die Holzkirchner Südumfahrung realisiert wird, bleibt unklar. Die Grünen verlangen nun eine Information zum aktuellen Sachstand. © Straßenbauamt Rosenheim

Holzkirchen – Mit einer Südumfahrung soll die Verkehrssituation in Holzkirchen verbessert werden. In einem Schreiben zeigen sich die Grünen nun erstaunt.

Seit der Online-Präsentation des aktuellen Planungsstands mit allem Für und Wider einer Südumfahrung Holzkirchen im März 2021 ist es um das Großprojekt in der Marktgemeinde etwas stiller geworden. Nachdem der Antrag der Grünen nach einem Runden Tisch dazu kürzlich von den Marktgemeinderäten mehrheitlich abgelehnt wurde, verlangt die Fraktion nun vom Bürgermeister, öffentlich Auskunft zu geben, ob die Untersuchungen des Staatlichen Bauamts Rosenheim für eine neu ins Spiel gebrachte Trasse abgeschlossen sind und welche Konsequenzen sowie Empfehlungen sich daraus ergeben.

Laut Straßenbauamt Rosenheim ist die Ortsdurchfahrt von Holzkirchen im Zuge der Bundesstraße B13 durch Staus und Behinderungen sowie erhebliche Lärm- und Abgasbelastungen für Anwohner gekennzeichnet. Abhilfe soll eine südliche gelegene Umgehung mit einem Anschluss an die bestehende Bundesstraße B318 nördlich von Warngau bringen. Planungen, Bedarf und Verlauf werden von Anfang an von einem politischen Für und Wider begleitet.

In seinem Brief an Bürgermeister Christoph Schmid zeigt sich Grünen-Fraktionssprecher Robert Wiechmann erstaunt, dass dieser im Rahmen der Diskussion zu dem Runden Tisch erwähnt hatte, dass die Bauverwaltung eine weitere, bisher nicht untersuchte Trassenvariante überprüfe.

Dazu stellte Wiechmann fest: „Uns Grüne als Gegner einer Südumfahrung hat überrascht, dass dies gewissermaßen auf Zuruf passierte. Das war im bisher sehr transparenten Verfahren zu diesem Zeitpunkt nicht mehr vorgesehen.“ Seiner Meinung nach liege dem ein Vorschlag aus CSU-Kreisen zugrunde. Demnach solle die Trasse südlich von Großhartpenning, vor Kurzenberg steil nach Norden verschwenkt und dann über den Moränenbuckel zwischen Kurzenberg und Kleinhartpenning weitergeführt werden und schließlich auf die bisherige B13 einmünden.

Als Auslöser vermutet Wichmann die Tatsache, dass die von der Holzkirchner CSU im Kommunalwahlkampf favorisierten Varianten 2 und 3 nach den Aussagen des Straßenbauamts Rosenheim mutmaßlich an Verbots­tatbeständen scheitern und daher nicht weiterverfolgt werden sollen. Allerdings berge nach Meinung der Grünen auch die Trasse auf Zuruf die große Gefahr, an Verbotstatbeständen zu scheitern. Wie Fraktionssprecher Wiechmann sagte, fordern daher die Grünen nun im Interesse der Bürger öffentlich über den Stand oder den Abschluss der Untersuchungen zu informieren. hac

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