Übergabe Regens Wagner Erlkam
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Stabübergabe bei Regens Wagner in Erlkam: (v.l.) Schwester Gerda Friedel, der neue Leiter Stefan Glaser, die bisherige Leiterin Kathrin Seiler und Pfarrer Rainer Remmele.

Emotionaler Abschied von Kathrin Seiler

Wechsel in Erlkam: Ab Oktober neuer Leiter bei Regens Wagner

Holzkirchen – Die Regens-Wagner-Stiftung in Erlkam hat Leiterin Kathrin Seiler verabschiedet und ihren Nachfolger im Amt begrüßt. Der Neue ist kein Unbekannter.

Aus persönlichen Gründen verabschiedete sich Kathrin Seiler nach elf Jahren als Leiterin von Regens Wagner. Sie wird einen Caritas-Verband in Niederbayern leiten. Die Nachfolge der quirligen 41-Jährigen tritt Stefan Glaser (37) an, der bei Regens Wagner in Erlkam bisher Bereichsleiter für Offenes Wohnen war. Die Übergabe erfolgte kürzlich im Rahmen eines Dankgottesdienstes in der Holzkirchner Pfarrkirche St. Josef.

„Ich finde meinen Weg!“ Diesem Motto von Regens Wagner, nach dem Menschen mit und ohne Behinderung ein Stück ihres Lebensweges gemeinsam gehen, folgt nun auch Seiler. „Vor elf Jahren bin ich in das weiß-gelbe Raumschiff Regens Wagner eingestiegen. Jetzt ist es für mich an der Zeit, in das rote Raumschiff umzusteigen“, sagte sie und spielte damit auf ihren Wechsel zur Caritas an. In ihrer emotionalen Abschiedsrede meinte Seiler weiter: „Ich durfte viele schöne, aber natürlich auch Momente voller Trauer und Tränen erleben. Für mich war es eine tolle Zeit mit ganz außergewöhnlichen Menschen.“

Vorliebe für Schuhe

Wie Pfarrer Rainer Remmele, geistlicher Direktor und Vorsitzender des Stiftungsvorstands von Regens Wagner, berichtete, spielen in Seilers Leben das Gehen und speziell ihre Vorliebe für Schuhe eine besondere Rolle. In dem von ihm zelebrierten Gottesdienst meinte er mit heiteren Worten an Seiler gerichtet: „Als Leiterin mussten Sie je nach Erfordernissen in viele verschiedene Schuhe schlüpfen, und das ist Ihnen hervorragend gelungen.“

Ihrem Nachfolger riet Remmele: „Versuchen Sie nicht, die von Frau Seiler zurückgelassenen Schuhe anzuziehen, sie werden drücken. Ich bin aber fest davon überzeugt, dass Sie die für Sie passenden finden werden.“ Der Kirchengemeinde empfahl er noch: „Gehen Sie ab und zu ein Stück barfuß und bleiben Sie spürsam, wie verletzlich der Mensch doch ist.“

Symbolische Stabübergabe

Die symbolische Stabübergabe nahm Schwester Gerda Friedel vor. Als Vorsitzende des Stiftungsrates und Provinzoberin der Dillinger Franziskanerinnen hob sie die Bedeutung von Inklusion hervor, die eine gesamtgesellschaftliche und politische Aufgabe ist.

Als stellvertretender Landrat versicherte Jens Zangenfeind, dass sich die Stiftung der Unterstützung des Landkreises Miesbach sicher sein dürfe. Tief bewegend war der Abschied, den die Bewohner von Regens Wagner Seiler bereiteten. Tränenreich meinte ihre Rednerin: „Kathrin, wenn die Leute da, wo du hingehst, nicht nett sind, kommst du einfach wieder zu uns zurück.“ hac

Quelle: DasGelbeBlatt

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