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Bei Kontrolle an A8: Bundespolizei stoppt Migranten am Seehamer See

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Bundespolizei durchschaut offenkundiges Wechselspiel
Nach einem Fahrerwechsel kurz vor der deutsch-österreichischen Grenze hat ein mutmaßlicher Schleuser bei einer Kontrolle an der A8 den Eindruck erwecken wollen, dass er lediglich Beifahrer wäre. Die Rosenheimer Bundespolizei durchschaute das Täuschungsmanöver. © Bundespolizei

Weyarn – Bei einer Kontrolle an der A8 am Seehamer See in Weyarn hat die Bundespolizei ein Auto mit Migranten an der illegalen Einreise gestoppt.

Die Bundespolizei beschuldigt einen Kosovaren, Ausländer eingeschleust zu haben, obwohl er in einem Auto lediglich als Beifahrer und mit gültigen Papieren mitreiste. Neben dem Mann befanden sich drei weitere Personen in dem Wagen, den die Grenzfahnder am Dienstag (25. Januar) an der A8 bei Weyarn stoppten, teilt Sprecher Rainer Scharf von der Bundespolizeiinspektion Rosenheim mit. Alle vier Insassen wurden festgenommen.

Auf dem Autobahnparkplatz am Seehamer See unterzogen die Bundespolizisten das Quartett einer Kontrolle. Dabei konnte sich der 38-Jährige auf der Beifahrerseite ordnungsgemäß ausweisen. Der in Baden-Württemberg gemeldete Kosovare verfügt über eine deutsche Aufenthaltsgenehmigung.

Migranten nach Deutschland bringen

„Dagegen hatten seine Begleiter auf der Rückbank und der Fahrzeugführer, die ebenfalls ursprünglich aus dem Kosovo stammen, keine Papiere für den beabsichtigten Aufenthalt in der Bundesrepublik“, erklärt Rainer Scharf. „Nach Erkenntnissen der Bundespolizei saß der Mann am Steuer des in Deutschland zugelassenen Wagens noch nicht allzu lange hinter dem Lenkrad.“

Wie sich herausstellte, hatte es wohl kurz vor der deutsch-österreichischen Grenze einen Fahrerwechsel gegeben. Offenbar wollte der erste Fahrer nicht den Eindruck erwecken, dass er mehrere Migranten nach Deutschland bringen würde. Die Bundespolizisten durchschauten dieses Wechselspiel und nahmen den mutmaßlichen Schleuser auf dem Beifahrersitz fest.

Illegalen Einreiseversuch gestoppt

Den Ermittlungen zufolge waren die kosovarischen Geschleusten in der Vergangenheit bereits in Ungarn beziehungsweise Kroatien behördlich registriert und vor einigen Tagen außerdem aus Slowenien zurückgewiesen worden. „Es ist nicht auszuschließen, dass sie sich daraufhin von dem 38-jährigen Landsmann mitnehmen ließen“, sagt der Bundespolizei-Sprecher.

Die Rosenheimer Bundespolizei zeigte die drei jeweils wegen eines illegalen Einreiseversuchs an. Anschließend mussten sie das Land wieder verlassen. Sie wurden der österreichischen Polizei überstellt. Der vorläufig festgenommene Beifahrer durfte nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen seine Heimreise antreten. Er wird sich voraussichtlich schon bald wegen Schleuserei zu verantworten haben. ksl

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