Kulinarisch ließ das Dorffest wie gewohnt auch in seiner elften Auflage keine Wünsche offen. Foto: Tp

Dorffest: Gewittersturm sorgt für aufregende Momente

Otterfing - Traumwetter war dem Otterfinger Dorffest am Freitag beschert. Das blieb auch am Samstag so - bis 15.16 Uhr. Ein Gewitter mit sintflutartigem Regen wirbelte das Dorffest gewaltig durcheinander.

Eine Stunde ging gar nichts mehr. Doch kaum hatten sich die Wolken verzogen, strömten auch wieder die Besucher und „hatten a Freud’“, so wie es sich Michael Gruber und Anton Thoma gewünscht hatten.

Die beiden Männer, die an der Spitze des Dorffest-Vereins stehen und die Arbeit der 14 Vereine und 300 Helfer in zwei Zelten und vielen Ständen koordinieren, kann so schnell nichts aus der Ruhe bringen. „Gewitter sind wir gewohnt. Ich kann mich an kein Dorffest ohne erinnern“, sagte Thoma.

Antonia und Marie machte das Gewitter ebenfalls nichts aus. Die beiden Freundinnen freuten sich über das von der Jugendarbeit und dem Kindergarten organisierte Kinderprogramm, gingen gleich um 14 Uhr an den Start, beeilten sich an den sieben Stationen mit Stelzenlauf, Büchsenwerfen, Seilspringen, Hupfbällen und Sommerskifahren, um die notwendigen sechs Stempel für eine Fahrt mit dem Feuerwehrauto zu sammeln. Kaum fielen die ersten Tropfen, gab es für die beiden den sechsten Stempel. Mit größerer Sorge beobachtete Bürgermeister Jakob Eglseder das Geschehen am Himmel. Als sich die Schleusen öffneten, trat er in Aktion, öffnete den Gullideckel beim Kindergarten, hob das Sieb heraus und reinigte es. „Wir standen wieder kurz vor einer Überschwemmung“, meinte er. Im vergangenen Jahr hatte ein Platzregen beim Dorffest die Räume der Rappelkiste überschwemmt. Die Gemeinde musste aufwändig und teuer renovieren.

Für Max Knopp, Korbinian Rasch, Moritz Heitkamp, Marc Husemann und Marinus Eichner von der Band „The Rockable“ vom Pop- und Rockzentrum in Otterfing hätte das Gewitter fast das Ende des Auftritts bedeutet. Die Bühne schützte nicht, Sturzbäche verwandelten sie in eine Seenlandschaft. Zumindest für eine Stunde, dann heizte das Quintett doch noch ein mit Klassikern wie „Honky Tonk Women“ oder „Satisfaction“. Und als „Die Kirchdorfer“ und Otterfings älteste Rockband „Mittendrin“ zu den Instrumenten griffen, waren die 1500 Plätze in den Zelten besetzt. Vom Gewitter sprach keiner mehr. Den Abschluss bildete gestern ein Frühschoppen sowie musikalische Unterhaltung mit den Isarkrainern, den Isarwinklern und der Musikkapelle Hartpenning. (nie)

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