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Der Vacoped, auf dem das Unternehmen fußt, i st am Freitag zum Grundstein für den Neubau geworden: Andreas Bonleitner und Stefan Geiselbrechtinger (v.l.) mit der Box, die im Fundament des Medizinparks II eingelassen wird. 

Oped-Erweiterung in Oberlaindern gestartet 

Ein Grundstein mit Symbolkraft

Das Unternehmen wächst und gedeiht - und bekommt nochmal mehr Platz: Rund 15 Millionen Euro investiert Oped in den Bau des Medizinparks II in Oberlaindern. Jetzt legten die Verantwortlichen einen besonderen Grundstein.

Oberlaindern– Dass auf der früheren Wiese hinter dem bestehenden Oped-Medizinpark I in Oberlaindern Großes entsteht, ist nicht mehr zu übersehen. Nachdem die Gemeinde im vergangenen Jahr die Vorarbeiten geleistet hatte, graben seit Wochen Bagger das Areal im sogenannten Gewerbegebiet Osterläng um. Am Freitag wurde der Grundstein für den Neubau gelegt, in den Oped die Produktion und Logistik umquartiert. 

Ein klassischer Grundstein, einbetoniert in die Grundmauer, ist es nicht geworden. „Das ist aus statischen Gründen nicht möglich“, erklärt Andreas Bonleitner, bei Oped Projektleiter für die Erweiterung. Stattdessen packte das Unternehmen eine Box, die in einen Sockel einbetoniert wird, der dann ins Fundament des Medzinparks II eingelassen wird. Die Verantwortlichen von Oped und die Ehrengäste beförderten die ersten Schaufeln Beton in den Sockel, darunter Landrat Wolfgang Rzehak und Bürgermeister Andreas Hallmannsecker sowie Oped-Mitgründer Andreas Haßler und Dirk Ippen als Gesellschafter.

In der Box findet sich neben der obligatorischen Tageszeitung und einem Poster des Neubaumodells mit den Unterschriften der Mitarbeiter auch ein Vacoped, die Skischuh-ähnliche Sprunggelenkorthese, auf der das ganze Unternehmen fußt. Es ist das erste Exemplar, das im Testlauf des neuen Produktionsprozesses entstand, der künftig im Neubau praktiziert wird: „Wir wollen im One-Piece-Flow produzieren“, erklärt Geschäftsführer Christian Puritscher: Es geht wieder weg von der schrittweisen Montage, stattdessen setzen die Produktionsmitarbeiter das komplette Produkt zusammen, bis sie das fertige Ergebnis in Händen halten. „Wir empfinden das als Aufwertung der Arbeitsplätze“, so Puritscher. In der Fertigung werden nicht nur neue Orthesen hergestellt, sondern auch gebrauchte neu aufbereitet.

In einem Jahr dürfte das schon im Neubau geschehen. Er wird mehr als 100 Meter lang, 55 Meter breit und bis zu 16 Meter hoch, das flache Satteldach bekommt eine Photovoltaikanlage. Gemäß Bebauungsplan könnte die Halle noch mal um rund 50 Prozent nach Osten ausgebaut werden und wäre dann beinahe so lang wie das bestehende Schwestergebäude an der Ortsdurchfahrt. Im Sommer soll Richtfest gefeiert werden, im November der Bau fertig dastehen. „Das ist sportlich, aber das schaffen wir“, sagt Bonleitner. Bis Technik und Maschinen eingebaut und bereit für den Betrieb sind, dürften dann noch zwei, drei Monate vergehen. Die Logistik, die derzeit auf mehrere Hallen in der Umgebung verteilt ist, soll künftig zumindest größtenteils im Neubau abgewickelt werden.

Der Platz wird dringend gebraucht. Der Medizinpark I – erst 2012 fertig ausgebaut – ist an der Kapazitätsgrenze angelangt, und das Unternehmen floriert. „Wir haben Effizienzdruck, aber im Gesundheitswesen ist noch immer gutes Geld zu verdienen“, sagt Geschäftsführer Stefan Geiselbrechtinger. Der Umsatz stieg allein 2016 um zehn Prozent, berichtet Puritscher. Von den Anfängen vor fast 25 Jahren in einem einstigen Kuhstall im Mühlthal ist das Unternehmen heute Welten entfernt – obwohl Oberlaindern, wo Oped vor zehn Jahren explizit mit Erweiterungswunsch hinzog, keine fünf Kilometer davon weg liegt.

Der Neubau ist ein deutliches Bekenntnis zum Standort in Valley, auch wenn die Firmengruppe sogar Niederlassungen in Taiwan und Australien hat: Mehr als 15 Millionen Euro investiert Oped in den Medizinpark II, Grundstückskauf und Technik inklusive. 

Katrin Hager

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