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Handwerker legen letzte Hand an beim Neubau der katholischen Kirche St. Josef. Das Bild zeigt den Eingang zur Kapelle, die der großen Pfarrkirche zur Seite steht und deren ungewöhnliche Form nachahmt.

Am Sonntag

Einweihung von St. Josef: Wer sitzen will, muss früh aufstehen

Bei der Einweihung von St. Josef am  Sonntag verzichtet die Pfarrei auf Reservierungen. Gläubige, die keinen Sitzplatz ergattern, können auch Stehplätze und die Kapelle nutzen.

Holzkirchen – Eine neue Kirche wird geweiht, Kardinal Reinhard Marx kommt, der erste Gottesdienst wird gefeiert: Viele der 6500 Holzkirchner Katholiken freuen sich auf Sonntag, 18. März, wenn aus der Baustelle St. Josef endlich der Begegnungsort St. Josef wird. Zur Zeremonie, die gut zwei Stunden dauern wird, ist die gesamte Gemeinde eingeladen. Doch klar ist auch: Es werden nicht alle Pfarreimitglieder live teilnehmen können.

Wie Pfarrgemeinderats-Vorsitzender Matthias Hefter erklärt, sind nur wenige Plätze für Ehrengäste reserviert. Ansonsten stehen die 450 Sitzplätze zur freien Verfügung; dazu kommen 50 weitere Sitze in der benachbarten, ebenfalls neu gebauten Kapelle. „Es wird eine Tonübertragung in die Kapelle geben“, sagt Hefter. An einem Live-Stream auch mit Bild werde gebastelt. „Ob’s technisch klappt, wissen wir noch nicht.“

Wer einen Sitzplatz will, sollte vor Ort sein, wenn am Sonntag um 8.30 Uhr – eine Stunde vor Beginn des Festgottesdienstes – die Kirche ihre Pforten öffnet. Laut Hefter ist es nicht möglich, für andere Sitzgelegenheiten zu reservieren oder eine Jacke als Platzhalter abzulegen. „Selbst Pfarrgemeinde- und Marktgemeinderäte müssen ohne Reservierungen selber Plätze suchen“, sagt Hefter. Rund 100 Ministranten sind am Altar untergebracht. Unklar ist, wie viele Gläubige wenigstens noch einen Stehplatz in der Kirche, im Foyer oder der Kapelle ergattern können. Hefter rechnet mit etwa 250 Stehplätzen. „Uns fehlt leider ein Erfahrungswert. Wir wissen nicht, wie viele Leute letztlich gut in die Kirchen hineinpassen.“ Wichtig sei, dass der Kardinal für die rituelle Salbung der zwölf Apostellichter an den Wänden ein Durchkommen findet. „Und natürlich müssen Fluchtwege frei bleiben“, sagt Hefter.

Bei Vorab-Führungen zeigten sich laut Hefter alle Besucher angetan von der außergewöhnlichen Raumwirkung. Gefragt werde gerne nach der Glasstruktur des bogenartigen Fensters. Um die Intimität des Gotteshauses zu wahren, andererseits aber Licht einfallen zu lassen und eine Beziehung nach außen herzustellen, wurde das Glas im unteren Bereich verblindet. Wer genau hinsieht, erkennt im Muster die Silhouetten von Bergen.

Genauso oft werde nach den Metallstäben über den Eingängen gefragt, schmunzelt Hefter. Des Rätsels Lösung: Es handelt sich – um Schneefang-Stangen. 

avh

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