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Hier wird Platz geschaffen: Die Holzkirchner Straße in Weyarn wird verbreitert und bekommt zwei Linksabbiegespuren. Eine davon führt zum geplanten Supermarkt.

Erschließung des Klosterangers in Weyarn

Staatsstraße wird zum Nadelöhr

Weyarn - Auch die Staatsstraße in Weyarn wird über den Sommer zum Nadelöhr: In den kommenden Wochen beginnt die Erschließung für die Bebauung am Klosteranger, wo auch ein Supermarkt entstehen soll. 

Auf Weyarn rollt eine weitere Baustelle zu: Noch im März sollen die Arbeiten für die Erschließung der Klosteranger-Bebauung beginnen. Das teilte Bürgermeister Leonhard Wöhr (CSU) jetzt im Gemeinderat mit. Den Anfang macht die Linksabbiegespur auf der Staatsstraße in Richtung Mühltal, die zum geplanten Supermarkt führt. Und das ist nicht der einzige Grund, warum Weyarn über den Sommer zu einem Nadelöhr wird. „Man braucht sich nichts vorzumachen: Da wird es Ärger geben“, meint Wöhr. 

Die Staatsstraße 2073 ist eine Hauptschlagader des Verkehrs zwischen Valley, der Autobahnanschlussstelle Weyarn und Miesbach. Doch diese wird in den kommenden Monaten eine Baustelle blockieren. „Wenn an der Staatsstraße gebaut wird, ist das sicher nicht angenehm“, sagt auch der Weyarner Bürgermeister. „Ich hoffe, dass sich die Beeinträchtigungen auf ein Minimum beschränken lassen“, so Wöhr. Dass teilweise zeitgleich die Autobahnauffahrt Holzkirchen in Richtung München gesperrt sein wird, weil die Autobahndirektion wie berichtet die Fahrbahn der A 8 saniert, dürfte die Situation nicht vereinfachen. Die Straßenbau-Arbeiten in Weyarn werden sich über den ganzen Sommer erstrecken. 

Los geht es mit der Linksabbiegespur, die zum Parkplatz des neuen Supermarkts im Norden des Klosterangers führt. Das Straßenbauamt Rosenheim hatte diese Abbiegespur zur Bedingung gemacht, um einem publikumsträchtigen Vollsortimenter zuzustimmen. Ehe der Bau des Supermarkts starten darf, muss die Linksabbiegespur fertig sein, darauf hatte die Behörde bestanden. Kurz vor dem Hang hinab ins Mühltal entsteht eine weitere Spur zum so genannten „Familienwohnen“ am Klosteranger, wo insgesamt 45 Wohneinheiten in Doppel- und Reihenhäusern entstehen. Um die zusätzlichen Spuren auf der Holzkirchner Straße unterzubringen, muss die Fahrbahn verbreitert werden. 

Wie berichtet, wird die Staatsstraße 2073 auch jenseits des Kreisverkehrs in Richtung Ortszentrum ihr Gesicht verändern. Die Einmündung der J.-B.-Zimmermann-Straße in die Münchner Straße wird ein Stück nach Süden verlegt, ebenso wie die J.-B.-Zimmermann-Straße selbst. Das schafft Platz für zwei Mehrfamilienhäuser südlich des Supermarkts und für eine Verkehrsinsel auf der vielbefahrenen Ortsdurchfahrt, die Fußgängern den Weg zum Supermarkt erleichtern und sicherer machen soll. Dabei werde auch gleich der Klosterweg ganz im Westen ertüchtigt, sagt Wöhr: „Der ist in desolatem Zustand.“ Hier entstehen auch 16 neue Stellplätze, dazu in der J.-B.-Zimmermann-Straße weitere 28 – wobei dort wegen der Verschwenkung auch die bisherigen 18 Parkplätze wegfallen. 

Bis auf die Sanierung des Klosterwegs, für die die Gemeinde aufkommt (rund 250 000 Euro) trägt die Erschließungskosten für den Klosteranger – inklusive der Linksabbiegerspuren – der Bauträger Quest. Das hatte die Gemeinde mit der Aktiengesellschaft vertraglich festgehalten. „Die Kosten werden nicht umgelegt“, betont Wöhr. 

Bis auf die Feindecke, die erst im kommenden Frühjahr aufgetragen werden soll, sollen die Straßenbauarbeiten weitestgehend bis Herbst abgeschlossen sein. Denn im Oktober soll in Weyarn ein Kunsthandwerkermarkt stattfinden. „Bis September sollte das Gröbste erledigt sein“, sagt Wöhr. Mit dem Bauträger sei das abgesprochen. „Die sagen, das ist sportlich, aber machbar.“

Katrin Hager

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