Schnee-Chaos: Störungen auf der Stammstrecke

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Eva-Maria Schmitz (2.v.l.) ist Geschäftsführerin der Frischeküche Holzkirchen. 

Eva-Maria Schmitz, Geschäftsführerin der Frischeküche, im Interview

„Das bestätigt uns in unserer Arbeit“

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Holzkirchen – Dick- und Fettleibigkeit kosten das Gesundheitswesen jährlich 17 Milliarden Euro, sagt Bundes-Ernährungsminister Christian Schmid (CSU). Deshalb will er nun die Qualitätsstandards der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) in allen Kitas und Schulen durchsetzen. Ein Gespräch mit Eva-Maria Schmitz, Geschäftsführerin der Frischeküche. 

Frau Schmitz, eine DGE-Empfehlung lautet: Täglich Gemüse und Salat, maximal zweimal die Woche Fleisch und Wurst. Muss auch die Frischeküche nachrüsten? 

Nein. Schmids Konzept entspricht im Prinzip genau dem, was wir schon machen, und bestätigt uns in unserer Arbeit. Damals bei der Entwicklung der Frischeküche wurde beschlossen, dass wir uns an die Standards der DGE anlehnen. Vor allem bei den Krippen und Kindergärten. 

Das heißt bei Ihnen konkret? 

Man muss eine ausgewogene Ernährung haben. Wir bieten jeden Tag zwei Speiseplan-Modelle an, hierbei wird zwischen Krippen/Kindergärten und Schulen unterschieden. Krippen und Kindergärten können zum Beispiel dienstags und donnerstags zwischen einem vegetarischen Gericht und einem Fleischgericht wählen. Entweder gibt es eine Vorspeise (Suppe oder Salat) oder Nachtisch, der auch Obst (Apfel, Banane) sein kann. 

Und in den Schulen? 

Bei den Schulen wird mehr auf Eigenverantwortlichkeit gesetzt, sodass Schüler jeden Tag zwischen einer Vorspeise oder Dessert sowie im Hauptgang zwischen einem Fleischgericht oder Vegetarisch wählen können.

Kommt nur Bio auf den Tisch? 

Der Bioanteil liegt bei circa zehn Prozent, wir achten auch auf saisonale, regionale und gentechnisch unveränderte Produkte. Und wir erfüllen Sonderwünsche für Allergiker, die Gluten, Milch oder Nüsse nicht vertragen. Generell wird mit regionalen, saisonalen, frischen und qualitativ hochwertigen Produkten gekocht. 

Wirkt sich das auf den Preis aus? 

Ein Essen kostet durchschnittlich 3,50 Euro. Ich denke, dass unsere Leistung über dem Preis liegt. 

Achten immer mehr Eltern auf eine gesunde Ernährung bei ihren Kindern? 

Das ist ganz unterschiedlich. Deshalb ist es gerade bei Gemeinschafts-Mahlzeiten wichtig, dass wir die Kinder an eine gesunde Ernährung heranführen. Laut einem Drei-Stufen-Modell wird das Essverhalten von Kindern zu je einem Drittel vom Elternhaus geprägt, vom eigenen Geschmack und von dem, was sie neu dazu lernen. 

Und wie schmeckt’s den Kindern? Würden die nicht lieber zu Pommes mit Ketchup greifen? 

Natürlich, wenn ein Kind die Auswahl hat... Man muss eben eine Balance finden. Bei uns gibt es auch ab und zu Wiener Schnitzel, Schoko-Kaiserschmarrn oder Pizza. Gleichzeitig verstecken wir Wintergemüse wie Kohl oder Wirsing in Speisen. Frittiertes gibt es bei uns aber schon deshalb nicht, weil wir die Gerichte warm liefern – und Pommes und Fischstäbchen dann weich werden würden.


Das Gespräch führte

Marlene Kadach

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