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Brotzeit in der Kinderstube: Die Krippenkinder lassen sich mit ihren Betreuerinnen Monika Lehner (M.) und Claudia Hein eine Zwischenmahlzeit schmecken. Die Gemeinde baut die Kinderstube heuer aus, um den Bedarf an Plätzen besser abzudecken – eine der größten Investitionen 2016.

Finanzplanung in Valley

Millionen für Kinder und Infrastruktur

Valley - Es ist ein Rekord-Finanzpaket für die kleine Gemeinde Valley: Der Haushalt 2016 umfasst insgesamt fast 13 Millionen Euro. Hintergrund sind hohe Investitionen - etwa für die Kinderkrippe.

„Der Haushaltsplan 2016 übersteigt im Gesamtvolumen erstmals seit 2013 wieder die Zehn-Millionen-Marke“, erklärte Kämmerin Lucia Zwickl in der Sitzung des Gemeinderats. Der Verwaltungshaushalt weist ein Volumen von 6,072 Millionen Euro auf, der Vermögenshaushalt 6,691 Millionen. Hauptgrund sind große Projekte der Gemeinde. 

Die Gemeinde investiert wie berichtet in den Ausbau der Kinderstube. Die Kapazitäten der Krippe sollen von bislang 15 auf 30 Plätze verdoppelt werden, wofür ein Anbau nötig ist. Im Vermögenshaushalt sind dafür heuer 500 000 Euro reserviert, im mittelfristigen Finanzplan sind im kommenden Jahr nochmal 350 000 Euro. 

Und das ist nicht das einzige große Projekt heuer: Die Ausweisung neuer Gewerbeflächen in Oberlaindern – am Martinshof und nördlich von Oped im Gebiet Osterläng – schlagen sich im Vermögenshaushalt ebenfalls nieder. Die Gemeinde muss dort für die Infrastruktur Geld in die Hand nehmen: Wasserversorgung und Kanalnetz sowie die Zufahrt müssen ausgebaut werden, hinzu kommt eine Linksabbiegespur auf der Staatsstraße. Der Betrag macht den Löwenanteil der knapp 2,8 Millionen Euro aus, die heuer für Baumaßnahmen eingeplant sind. 

Die neuen Gewerbeflächen schlagen aber freilich nicht nur als Soll zu Buche, sondern auch als Haben: Rund 4,4 Millionen Euro will die Gemeinde heuer aus Grundstücksverkäufen erlösen, vor allem in Oberlaindern. Kreditaufnahmen sind nicht geplant. 

Im Verwaltungshaushalt plant die Gemeinde heuer mit Personalkosten von rund einer Million Euro – knapp 50 000 Euro mehr als bisher. Dafür gibt es zwei Gründe, erklärt Kammerin Zwickl. Zum einen eine Tariferhöhung für Kita-Beschäftigte, zum anderen ein Puffer, falls der geplante Anbau an die Kinderstube schon heuer in Betrieb gehen kann. Insgesamt steckt die Gemeinde 780 000 Euro in die laufende Kinderbetreuung, 61 Prozent davon decken Zuschüsse und Elternbeiträge. Für den Sachaufwand der Grundschule hält die Gemeinde 266 000 Euro vor, plus Schülerbeförderung (130 000 Euro) und Mittagsbetreuung (46 000 Euro). An die Mittelschulverbände zahlt die Gemeinde heuer 95 000 Euro Umlage. 

Die Gemeinde rechnet heuer mit rund zwei Millionen Euro aus Einkommen- und Umsatzsteuer, die mehr als die Hälfte der Einnahmen im Verwaltungshaushalt ausmacht. Als launisch haben sich allerdings die Gewerbesteuereinnahmen erwiesen, die die Kämmerin vorsichtig auf eine Million geschätzt hat – fast ein Drittel der Einnahmen 2016. „Die Gewerbesteuer unterliegt grundsätzlich starken Schwankungen“, erklärt Zwickl. 2015 erlebte die Gemeinde ein böses Erwachen, weil die Gewerbesteuer um 650 000 Euro einbrach. Immerhin beschert just dieser Einbruch der Gemeinde heuer ein Trostpflaster: Sie bekommt erstmals seit drei Jahren wieder eine Schlüsselzuweisung vom Staat (314 000 Euro). 

An den Hebesätzen wird nicht geschraubt. Sie liegen bei 380 Prozent für die Gewerbesteuer und bei den Grundsteuern bei 250 Prozent – letztere seit mehr als vier Jahrzehnten. 

Die Gemeinde kommt damit heuer gut zurecht: Im Verwaltungshaushalt bleibt eine freie Spanne in Höhe von 921 000 Euro, die dem Vermögenshaushalt zugeführt werden kann – ein Vielfaches der Mindestzuweisung in Höhe von 200 000 Euro. Der Gemeinderat verabschiedete den Haushalt einstimmig.

Katrin Hager

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