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Gerüchten zufolge gibt es Pläne für das Areal rund um den Föchinger Hof. Doch das stimmt nicht. 

Im Bauausschuss 

Föching: Rätselhafte Skizze sorgt für Unruhe

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Föching - Eine Kopie, die durch Föching geistert, sorgte für Wirbel. Gerüchten zufolge gibt es eine Planung für das Areal am Föchinger Hof. Jetzt ist das Rätsel gelöst. 

Der Aufreger kam ganz zum Schluss: Gemeinderat Martin Taubenberger (FWG), der selbst in Fellach wohnt, reichte im Bauausschuss eine rätselhafte Skizze herum. „Ich bin angeredet worden“, erklärte er. Er berichtete, dass Gerüchte um Planungen kursieren, die das Ortszentrum rund um den Föchinger Hof betreffen, auch von Tiefgaragen war die Rede. Weil er selbst ratlos war und seinen Mitbürgern keine Antworten liefern konnte, wollte er einfach mal nachfragen, was es damit auf sich hat. „Was ist da geplant vom Rathaus?“ Auch Herbert Gegenfurtner (CSU) – ebenfalls ein Föchinger – wurde angesprochen – nach dem Motto: „Warum baut Ihr eine Mehrzwechkalle in Föching?“

Weil auf den ersten Blick unklar war, um welche Skizze es sich da handelt, war die Verwirrung zunächst groß. Bürgermeister Olaf von Löwis (CSU) zeigte sich sogar etwas brüskiert: „Wir haben aktuell keine Planung dort vorgesehen“, versicherte er. Er bat darum, „kein Misstrauen zwischen Verwaltung und Gemeinderat zu säen“. Robert Wiechmann (Grüne) pflichtete ihm bei: „Wir sollten als Gemeinderat aufpassen, wenn es solche absurden Vorstellungen gibt, dass sich die Verwaltung verselbstständigt“, warnte er. Solche Geheimgeschichten am Gemeinderat vorbei gebe es nicht. Und auch Löwis bekräftigte, dass er als Bürgermeister bestimmt keine Alleingänge mache. Taubenberger meinte: „Ich kann mir so was eigentlich auch nicht vorstellen.“ Trotzdem wollte er wissen, was los ist. Löwis bat in die Runde: „Bitte ruft mich sofort an, wenn Ihr sowas in die Hand kriegt, bevor Misstrauen entsteht.“ Martina Neldel (Grüne) riet Taubenberger, dass man bei solchen verschwörerischen Theorien sofort einen Quellennachweis fordern sollte.

Inzwischen ist das Rätsel um die geheimnisvolle Skizze gelöst: „Für mich hat sich alles in Wohlgefallen aufgelöst“, sagt Taubenberger am Tag nach der Sitzung gegenüber unserer Zeitung. Bei der kursierenden Planung handle es sich um den Bebauungsplan Nummer 112, der laut einem Bauamtsmitarbeiter im Jahr 2004 aufgestellt wurde. Damals gehörte das Föchinger Hof-Areal noch der Brauereigenossenschaft Holzkirchen, weiß Robert Haunschild, Geschäftsleiter im Rathaus. Diese habe dort zunächst eine Hotelanlage geplant, was die Gemeinde begrüßte. Ein Bebauungsplan wurde aufgestellt. Dass der damalige Eigentümer später andachte, die Anlage in ein Wohngebäude umzuwandeln, missfiel der Gemeinde jedoch. Sie wollte die Gaststätte samt Veranstaltungssaal erhalten und verhängte vorsorglich eine Veränderungssperre. Wenige Zeit später kaufte die Gemeinde laut Haunschild schließlich die Gaststätte samt Parkplatz. Die Pläne der Brauereigenossenschaft waren damit begraben.

Was der Auslöser dafür war, dass ausgerechnet jetzt diese alten Pläne durch Föching gehen, weiß Taubenberger auch nicht so recht. Vielleicht, so glaubt er, hänge das mit einer alten Hofstelle in der Nähe zusammen, die momentan neu bebaut wird. Davon abgesehen gebe es im Ort auch Befürchtungen, dass die sanierungsbedürftige Turnhalle eines Tages für Wohnbebauung weichen muss. Wie berichtet, wurde deren Sanierung verschoben, nachdem die Föchinger dort im Rahmen ihrer 1200 Jahr-Feier eine Ausstellung machen. Taubenberger selbst ist inzwischen beruhigt: „Diese Ängste sind momentan unbegründet“, sagt er.

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