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Es wird gewerkelt: Mit Beginn der Schulferien haben die Umbaumaßnahmen in der Frischeküche begonnen. Der Betrieb läuft trotzdem weiter.

Neues Rezept gegen rote Zahlen

Frischeküche: Umbauten laufen

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Holzkirchen - Die Umbauten in der Frischeküche laufen. Landkreis und Marktgemeinde wollen das Kommunalunternehmen damit aus roten Zahlen steuern. 

Mit dem Beginn der Schulferien rückten in der Frischeküche in Holzkirchen die Bauarbeiter an. Laut Vorstand Eva-Maria Schmitz werden derzeit einige bauliche Maßnahmen realisiert, die für das neue Konzept der Einrichtung nötig sind. Bis Ende August, Anfang September, soll alles fertig sein. Für Abnehmer – etwa Kindertagesstätten – die auch während der Ferien geöffnet haben, sei das kein Problem. „Der Betrieb läuft normal weiter“, versichert Schmitz.

Und das wird unter anderem gemacht: In dem Raum der kalten Küche – wo Gemüse geschnitten und Salat hergerichtet wird – werde eine Wand herausgerissen. Zudem wandle man zwei Kühlhäuser zu einem großen um, an anderer Stelle errichte man ein weiteres. In der großen Garage werde eine Trockenwand eingezogen, zum Beispiel soll dort Platz für Schockkühler entstehen. Außerdem kommen eine große und vollautomatische Spülküche sowie weitere bessere technische Geräte rein.

Wie berichtet, hatte der Landkreis den früheren Zentralvorstand der Schörghuber-Gruppe Wolfgang Salewski geholt, um das angeschlagene Kommunalunternehmen von Landkreis und Marktgemeinde aus den roten Zahlen zu steuern. Im vergangenen Jahre betrug das Defizit rund 400 000 Euro. Der zweite Vorstand verordnete der Frischeküche daraufhin ein straffes Sanierungsprogramm, das er kürzlich im Kreistag vorstellte. Die Gesamtkosten bezifferte Salewski – der derzeit verreist ist – mit 339 000 Euro. Geht Salewskis Konzept auf, soll die Frischeküche schon ab 2019 profitabel arbeiten, ab 2022 rechnet der Vorstand mit schwarzen Zahlen.

Aktuell liefert die Einrichtung knapp 800 Essen pro Tag aus. Salewski will diese Zahl bis 2021 auf 1800 anheben. „Das müsste nach dem Umbau machbar sein“, sagt Schmitz. Das Personal soll zahlenmäßig gleich bleiben, genau wie vorerst der Essenspreis. Dieser beträgt im Durchschnitt 3,55 Euro.

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