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Auf Geld dürfen sich zwölf Einrichtungen in der Gemeinde Warngau freuen.  

Zuschussvergabe im Gemeinderat  

Geldregen in Warngau

Warngau - Der Gemeinderat Warngau hat Zuschüsse an zwölf Einrichtungen und Vereine vergeben. Der SV ist endlich schuldenfrei. 

 Die gute Nachricht kam zum Schluss. Laut Kämmerer Anton Kaunzner ist der SV Warngau seit 31. Dezember 2015 „endlich schuldenfrei“. Viele Jahre war der Verein ihm zufolge mit Schulden belastet. Schuld trug eine „Riesensteuernachzahlung“ vor vielen Jahren in Höhe von circa 40 000 Euro, sagt er gegenüber unserer Zeitung. Diese habe im Zusammenhang mit dem Betrieb der Gastronomie im Sportheim gestanden. Der Kredit bei der Sparkasse sei nun getilgt. Zum Ende 2016 erwarte man ein positives Ergebnis von rund 5000 Euro.

Diese Nachricht verkündete Kaunzner nun im Warngauer Gemeinderat. Jedes Jahr zum Jahresende gibt es in der Gemeinde einen kleinen Geldregen. Denn dann vergibt der Gemeinderat Zuschüsse. Anton Bader (FWG) erinnerte vorweg daran, dass die Gemeinde eigentlich von allen Antragstellern verlangen wollte, ihre Zahlen offenzulegen. Das sei nun nicht geschehen. Bürgermeister Klaus Thurnhuber (FWG) meinte, dass man den Betroffenen eine gewisse Vorlaufzeit geben müsse. In Zukunft soll das beachtet werden. Heuer ging es noch ohne transparente Auflistung.

Das höchste Budget kassiert der SV Warngau: 5000 Euro. Immerhin fallen jährlich rund 15 000 Euro an laufenden Kosten für die Sportanlage an. Jakob Weiland (CSU) erinnerte an die gebotene Gleichbehandlung mit Wall. Denn laut Kaunzner profitiert der SC Wall von der Schul- und Breitensportanlage in Wall, die der Kommune gehört. „Da zahlt die Gemeinde die Unterhaltskosten sowieso“, erklärt er auf Anfrage.

Die Deutsche Verkehrswacht Miesbach bekommt 200 Euro. „Die machen zum Beispiel Tote-Winkel-Übungen mit den Kindern“, erklärte Thurnhuber.

Das Katholische Bildungswerk im Landkreis Miesbach darf sich über eine Geldspritze von 250 Euro freuen. Die Erlebte Integrative Sportschule Hausham über 350 Euro. Mit deutlich mehr, nämlich 2000 Euro, sponsern die Warngauer den Caritasverband der Erzdiözese München und Freising. Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge kriegt 200 Euro, die Holzkirchner Tafel 500 Euro.

Eine Summe von 200 Euro stecken die Warngauer in die Rettungsstiftung Jürgen Pegler, die sich unter anderem für Sicherheit auf den Straßen einsetzt. Reinhard Bücher (Grüne) schlug vor, den Betrag auf 300 oder 400 Euro zu erhöhen, weil dringend ein weiteres Geschwindigkeitsmessgerät nötig sei. Nach kurzer Rückfrage entschied er sich aber, in einer späteren Sitzung einen separaten Antrag dazu zu stellen.

Den Verein Schulschach im Landkreis bedenkt die Gemeinde seit 2011 mit 582 Euro. Bücher regte an, die Summe auf 600 Euro aufzurunden – dem stimmten alle Gemeinderäte zu. Der Förderverein Katholische Dorfhelferinnen und Betriebshelfer Miesbach bekommt aus Warngau 500 Euro.

Gleiche Summe erhält die Initiative „Warngau hilft“. Gemeinsam mit dem Urlaubspfarrer Father Placid haben die Mitglieder ein Hilfsprojekt im Dorf Bugahya in Uganda angestoßen (wir berichteten). Zuerst entstand dort ein Trinkwasserbrunnen, jetzt erwächst dank Spendengeldern ein Waisenhaus. Zweiter Bürgermeister Weiland, der selbst im Gremium der Initiative sitzt, berichtete, dass dem Pfarrer jeden Monat Geld überwiesen werde. Zum Beispiel brauche er das für das Schulgeld der Kinder.

Allen Zuschuss-Anträgen stimmte der Gemeinderat ohne größere Diskussion zu. Nur der Kreisverband der Volkshochschulen im Landkreis Miesbach geht wie seit 2003 leer aus. Weil nicht klar sei, welche Vhs welche konkreten Aufgaben übernehme, hieß es.

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