Regierung hat Genehmigung erteilt

Grünes Licht für 4-spurigen Ausbau der B318

  • Marlene Kadach
    VonMarlene Kadach
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Holzkirchen – Ein Großprojekt biegt auf die Zielgerade ein: Die Regierung von Oberbayern gibt grünes Licht für den vierstreifigen Ausbau der B 318 zwischen der Autobahn-Anschlussstelle Holzkirchen und der Einmündung der MB 9, die ins Gewebegebiet führt.

An dieser Stele hakt es gewaltig. Und an sonnigen Wochenenden und im Berufsverkehr ist es besonders schlimm: Dann staut sich der Verkehr auf der B 318 – vor allem im Übergang zur A 8 bei Holzkirchen. Die Ampel an der Kreuzung zur MB 14 Richtung Föching bremst Autos zusätzlich aus.

All diese Probleme sollen bald ein Ende haben: Denn die Regierung von Oberbayern hat nun grünes Licht für den Ausbau der B 318 gegeben. Bekanntlich soll die Straße auf 1,5 Kilometern zwischen der A8-Anschlussstelle Holzkirchen und der Einmündung der MB 9, die ins Gewerbegebiet führt, von zwei auf vier Spuren ausgebaut werden. Die Regierung hat den Planfeststellungsbeschluss am 15. Dezember gefasst und die Pläne damit genehmigt, wie es in einer Pressemitteilung heißt. Der Ausbau werde „zu einer deutlichen Verbesserung der Verkehrsverhältnisse in diesem hoch belasteten Streckenabschnitt führen.“ Die Stau- und Unfallgefahr könne erheblich vermindert werden.

Der Ausbau zieht weitere Maßnahmen nach sich. Die derzeit mit einer Ampel geregelte Kreuzung der B 318 mit der MB 14 an der Autobahnmeisterei entfällt. Der Anschluss wird südlich der Autobahnsiedlung verlegt und erfolgt künftig über ein Brücke, die den Verkehr von Föching und dem neuen Gewerbegebiet einschleift. „Der Wegfall der Ampelanlage und die Reduzierung der Staus tragen auch zu einer Verbesserung der Lärm- und Abgasbelastung der Bewohner der westlich der B 318 liegenden Autobahnsiedlung bei.“ Es sei eine Lärmschutzwand an der B 318 vorgesehen.

Die Regierung habe in dem Verfahren die 14 privaten Einwände und die Stellungnahmen von 18 öffentlicher Träger geprüft. Einige Anpassungen seien nötig gewesen, insbesondere zum Natur-, Landschafts- und Gewässerschutz sowie zu Belangen der Land- und Forstwirtschaft. „Die nicht vermeidbaren Eingriffe in Natur und Landschaft werden mit einer 2,92 Hektar großen Fläche ausgeglichen“, so die Regierung. Der Ausgleich erfolge auf den Gemeindegebieten Gmund sowie Höhenkirchen-Siegertsbrunn.

Der Planfeststellungsbeschluss wird es bestandskräftig, soweit keine Klagen kommen. Er liege – nach vorheriger öffentlicher Bekanntmachung – zwei Wochen in den Gemeinden Holzkirchen, Valley, Höhenkirchen-Siegertsbrunn sowie Gmund zur Einsicht aus.

Wann kann der Bau beginnen? Zuständige Vertreter des Straßenbauamts Rosenheim, das die Maßnahmen realisiert, waren gestern bis Redaktionsschluss nicht erreichbar. Im Sommer 2014 hatte der damalige Leiter der Behörde, Claus-Peter Olk, gegenüber unserer Zeitung erklärt, dass im Frühjahr 2015 mit Baurecht gerechnet werden kann. Vorausgesetzt, es kommen keine Klagen. Die Bauzeit betrage knapp drei Jahren; immerhin baue man „unter Verkehr“. Die Gesamtkosten lägen bei 8,7 Millionen Euro.

Von Marlene Kadach

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