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Holzkirchner Gymnasium startet ins zweite Jahr 

160 Kinder in sechs Einsteigerklassen

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Holzkirchen - Es soll eine einmalige Ausnahme bleiben: Mit sechs 5. Klassen startet das staatliche Gymnasium Holzkirchen ins zweite Schuljahr. Der enorme Ansturm zwingt die Schulleitung, bei den Anmeldungen künftig strenger auszusieben.

Schon zum Start des Gymnasiums vor einem Jahr hatten die Anmeldezahlen die Soll-Stärke gesprengt. Damals bildeten sich fünf 5. Klassen, räumlich ist die Schule nur auf eine Dreizügigkeit ausgelegt. Direktor Axel Kisters führte das damals auf den Reiz einer nagelneuen Schule zurück – musste aber heuer feststellen, dass die Anziehungskraft noch größer geworden ist: 160 Kinder meldeten sich für die Einstiegsklassen an.

Eine brisante Zahl. Denn theoretisch wären die Fünftklässler auf fünf große Klassen (32) aufzuteilen gewesen. „Unser Stundenbudget erlaubt uns aber, sechs Klassen zu bilden“, sagt Kisters. Noch ist auch Platz im Haus, denn für den Vollbetrieb fehlen die Jahrgangsstufen 9 bis 12. Da fällt es auch nicht ins Gewicht, dass vorübergehend die Grundschule an der Baumgartenstraße in die noch ungenutzten Räume eingezogen ist. Die Grundschüler bleiben nur noch dieses Schuljahr, dann kehren sie in ihre runderneuerte und erweiterte Schule zurück.

Maximal 800 bis 900 Schüler finden im Gymnasium Platz, schon jetzt sind es 481. Neben den sechs Einstiegsklassen rückten fünf Klassen in die 6. Jahrgangsstufe, je drei Klassenverbände bilden die Jahrgangsstufen 7 und 8. „Es ist klar, dass wir die Schlagzahl mit fünf oder sechs Einstiegsklassen nicht halten können“, sagt Kisters. Einigen Dietramszellern musste man absagen, es habe auch Anfragen aus Taufkirchen und Rottach-Egern gegeben. Ein letztes Mal dürfen heuer 33 Sauerlacher Kinder nach Holzkirchen kommen. „Nächstes Jahr werden wir keine weiteren Sauerlacher mehr nehmen können“, sagt Kisters. 

Die hohen Anmeldezahlen führt der Direktor maßgeblich auf die dicht besiedelte Region zurück. „Die wohnortnahe Schule ist wohl das entscheidende Kriterium.“ 

14 neue Lehrer verstärken das Team, darunter Andreas Lauer, der künftig als stellvertretender Schulleiter fungiert.

In den 8. Klassen wurde erstmals die Aufteilung in den Wirtschaftszweig und den naturwissenschaftlich-technologischen Zweig wirksam. Der Unterschied beschränkt sich indes auf vier Wochenstunden: Die einen haben Wirtschaft, die anderen verstärkt Chemie und Physik. 

Die 46 Achtklässler des Wirtschaftszweigs bekommen bereits am zweiten Schultag prominenten Besuch: Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner hat ihr Kommen angekündigt. Dazu präsentiert die Schule einen ersten Kooperationspartner aus dem Holzkirchner Wirtschaftsleben und hat Unternehmer aus der Region eingeladen. Am ersten Schultag (15. September) sammeln sich alle Gymnasiasten (Jahrgangsstufen 5 bis 8) um 8 Uhr in der Aula. Unterrichtsende am ersten Schultag ist um 13 Uhr.

Von Andreas Höger

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