Der Fuchs geht um: Diese beiden Tiere hat ein Holzkirchner Anwohner in der Bahnhofsnähe beobachtet.

Nachgefragt bei einem Förster

"Holzkirchen ist ein Fuchs-Biotop"

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Holzkirchen – Da steht ein Fuchs im Garten. Diese Entdeckung machen immer mehr Holzkirchner. Wir haben bei Robert Wiechmann, zuständig für das Forstrevier Holzkirchen und zugleich Dritter Bürgermeister (Grüne), nachgefragt, woran es liegt. 

 Herr Wiechmann, wie ungewöhnlich ist es, einen Fuchs auf dem eigenen Grundstück zu sehen? 

Es ist überhaupt nicht ungewöhnlich. Seit Jahren gibt es Füchse in Holzkirchen, zu jeder Jahreszeit. Im vergangenen Jahr habe ich allerdings vermehrt Anrufe bekommen, dass jemand einen Fuchs gesehen hat. Etwa einen Anruf in der Woche. Holzkirchen ist einfach ein Fuchs-Biotop. Aber es sitzt jetzt nicht hinter jedem Busch ein Fuchs.

 

Warum zieht es den Fuchs in die Nähe des Menschen? 

Das lässt sich einfach erklären. Hier hat er genug Nahrung und Deckung. Zudem darf in der Stadt nicht gejagt werden. Er ist in Sicherheit. Es ist nachvollziehbar, warum er sich die Stadt aussucht. Füchse leben übrigens auch in Großstädten wie Berlin und London und fühlen sich in den U-Bahn-Tunneln sehr wohl. Dort gibt es genug Mäuse.

 

Was raten Sie, wenn ein Fuchs plötzlich im Garten auftaucht? 

Wie bei jedem Wildtier ist es geboten, Distanz zu wahren. Füchse sind keine Kuscheltiere. Auf keinen Fall sollte man sie mit Katzenfutter anfüttern. Dann muss man sich nicht wundern, wenn man sie nicht mehr los wird. Wie alle Wildtiere brauchen sie keine Hilfe vom Menschen.

 

Ist so ein Fuchs nicht auch gefährlich? 

Im Landkreis gibt es schon seit Jahren keine Tollwut mehr. Findet man ein halbtotes Tier oder eines ohne Fell, sollte man die Behörden informieren. Von einem gesunden Fuchs geht keine Gefahr aus.

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