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Lichtshow für alle Generationen: Die abendliche Eisdisco lockte junge und ältere Kufenfans ins Hubertusstadion. 

1. Holzkirchner Stadionfest

Begeisterung für Eissport wird sichtbar

„Ich bin total begeistert“, bedankte sich Josef Wochinger am Samstagabend bei allen, die dem 1. Holzkirchner Eisstadionfest zu einem grandiosen Erfolg verholfen haben.

Holzkirchen – Das Ziel ist fixiert. Der Förderverein „Eis- und Mehrzweckzentrum Holzkirchen“, als dessen Vorsitzender Wochinger firmiert, will den olympischen Hype mitnehmen und den Traum von einer zeitgemäßen Eishalle verwirklichen. „Helft mit, es ist wahnsinnig wichtig, dass die Eissport-Jugend eine Chance hat“, appellierte Wochinger an die vielen Besucher, die zahlreich zum Stadionfest gekommen waren.

Die bunte Eisdisco war der fulminante Schlusspunkt eines Festes, das im besten Sinne dafür Werbung machte, was sich in der Marktgemeinde auf die Beine stellen lässt. „Bitte mehr davon“, wünschten sich die Besucher.

So eine coole Party hätten sie noch nie erlebt, lobten nicht nur die Teenager das Fest, das allein wegen seiner opulenten Lichtshow den Besuch im Hubertusstadion lohnte. Aufwendig illuminiert mit Riesen-Discokugel, Schwarzlicht und Nebelschwaden, untermalte die Beleuchtung den Sound. Ein Vergnügen für alle Generationen.

Wer keine Schlittschuhe dabei hatte, genoss den Abend bei Ratsch und heißem Caipirinha an der Eisbar des Burschenvereins. 

Das Fest unterstrich, dass Eissport in Holzkirchen viele bewegt. Von den Damischen, „die sowieso alles mitmachen, weil sie damisch sind“ (Platzsprecher Moritz Lechner), bis zu den Lichttechnikern und der Hausbänd, die auf Honorar verzichteten.

Wie auf einer Insel thronten die Musiker mitten auf der Eisfläche, flankiert von Schiebe-Eisbären und -Pinguinen. Die Eisprinzessinnen des Eiskunstlaufvereins mussten bei ihren Vorführungen ohne den Mittelkreis als zentralen Orientierungspunkt zurecht kommen. „Aber das geht schon“, lachten die jungen Damen. „Ich bin sehr zufrieden“, freute sich Fördervereins-Kassier Nicola Simon-Brandstädter und eilte zu ihrer Schicht an der Popcorn-Maschine.

Dem Dank an die Anwohner für ihr Verständnis schickten die Stadionsprecher Andi Pohl und Lechner hinterher: „Ihr müsst nur immer dran denken, dass es dieses Fest gibt, damit ihr bald eure Ruhe habt.“

„Reiß Dich zam im Opa seim Eisstadion!“, war die Ansage an Josef Wochinger jun., als der Holzkirchner zur „Skills Competition“ antrat. Angelehnt an die Show der Eishockeyliga NHL, maßen sich die schärfsten Schützen, filigransten Techniker und flinksten Skater des Bayernliga-Gruppensiegers im Hubertusstadion. Das Publikum, das sich an der Bande drängte, sparte nicht mit launigen Kommentaren – als es zum Beispiel niemand gelingen wollte, einen umgedrehten Pylonen umzuschießen.

Die große Attraktion war der Bewerb um den härtesten Schuss. Kapitän Florian Ullmann legte mit 133 km/h vor, es folgten Kilian Abeltshauser mit 134 km/h, ehe Josef Wochinger auf 140 km/h erhöhte. Wochingers Applaus beflügelte Sebastian Geltinger, der mit 142 Stundenkilometern den aktuellen Rekord im Hubertusstadion aufstellte – und hielt, bis es ihm Johann Bosch mit seinem letzten Versuch gleich tat. So wurden zwei Sieger gefeiert, während der Weltrekord (175 km/h) ungebrochen blieb.

Heidi Siefert

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