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1000 Quadratmeter für alle: Gemeinde plant Treffpunkt für das ganze Quartier

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Das Baugebiet Maitz füllt sich. Vor allem junge Familien haben ihre Neubauten bezogen – und warten jetzt sehnlichst auf den im Bebauungsplan vorgesehenen Spielplatz. Die Gemeinde hat einen ersten Entwurf erstellt. Geplant ist mehr als ein Spielplatz: Aus dem Areal soll ein Treffpunkt für das ganze Quartier werden.

Holzkirchen Werkstudentin Azize Özdemir zeigte, was sie kann: Die angehende Landschafts-Architektin, die im Holzkirchner Rathaus Praxiserfahrungen sammelt, komponierte für den künftigen „Spielplatz“ im Holzkirchner Neubaugebiet Maitz ein generationenübergreifendes Miteinander-Areal. Bürgermeister Christoph Schmid (CSU) stellte den Entwurf jetzt im Bauausschuss vor, betonte aber, dass die Anwohner mitreden können, wie die Fläche am Ende bespielt wird: „Nach der Sommerpause wollen wir das Projekt direkt vor Ort präsentieren und schauen, welche Ideen noch kommen.“

Die Fläche ist 1,5 Millionen Euro wert

Die zu beplanende Fläche für die Allgemeinheit liegt zentral im Neubaugebiet, fast 1000 Quadratmeter groß. „Die Gemeinde hat richtig geklotzt und viel Fläche für diesen Quartiers-Treffpunkt freigeschaufelt“, sagt Schmid. Hätte das Rathaus das Areal vermarktet, wären rund 1,5 Millionen Euro zu erlösen gewesen.

Aber schon beim Erstellen des Bebauungsplans war sich der Gemeinderat einig gewesen, dem neuen Wohnquartier eine gemeinsam zu nutzende Aufenthaltsqualität zu gönnen. Für kleinere Kinder gebe es am Köhlerweg, nur gut 100 Meter entfernt, einen „klassischen“ Geräte-Spielplatz, sagt Schmid. In der Maitz habe man auch andere Zielgruppen im Auge, ältere Kinder und Erwachsene. Der öffentliche Treffpunkt sei umso wichtiger, da die Gärten der Bauparzellen „nicht allzu groß ausgefallen sind“, so der Rathauschef.

Tischtennisplatte und Pergola

Der Entwurf Özdemirs gliedert das Areal in Sektoren für Kleinkinder, für ältere Kinder und für Erwachsene. Ein weiterer Sektor ist neutral als „Treffpunkt“ definiert; dazu kommt ein Bereich rund um den L-förmigen Erschließungsweg, der barrierefrei bleiben soll und Sektoren voneinander trennt. Im Erwachsenen-Bereich ist eine Tischtennis-Platte denkbar, dazu ein Sitzbereich mit Pergola. Dem „Treffpunkt“, den die Planerin als geschwungene Fläche durchs Areal legt, sind unter anderem Slackline-Platz und ein Hügel (mit Trittstufen) zugeordnet. „Von dem hätte man Sicht in die Landschaft“, erklärte der Bürgermeister in der Sitzung, „das ist fein durchdacht.“

41 Kinder wünschen sich schöne Spielplätze

Robert Wiechmann (Grüne) sieht die Planung auf dem richtigen Weg. „Wir wollen dort bewusst Aufenthaltsqualität für alle Generationen schaffen.“ Derzeit bestehe die Anwohnerschaft überwiegend aus jungen Familien, wie der Rathauschef erklärte. die Eltern zwischen 35 und 45 Jahren alt. In den Neubauten wohnen derzeit nicht weniger als 41 Kinder zwischen vier und zwölf Jahren. „Aktuell freuen sich vor allem die Familien auf die Fläche“, glaubt Schmid, „an Erwachsene und Senioren denken wir aber auch.“

Wolfgang Huber (SPD) war angetan von Konzept und Entwurf: „Ich sehe das als Kommunikationszentrum, das Gemeinschaft schafft.“ Albert Kraml (CSU) fiel auf, dass der nordöstlich angrenzende Geschosswohnungsbau recht dicht am künftigen „Treffpunkt“ steht. „Um Lärmprobleme zu umgehen, sollte man den Kleinkinderbereich eher davon wegrücken.“

Bürgerbeteiligung im Herbst

Die Detailplanungen seien offen, betonte Schmid. Auf der Basis des Entwurfs werde man im Herbst ein Treffen der Anwohner organisieren: „Uns schwebt eine Art kleine Bürgerbeteiligung vor.“ 2021 soll der Bau folgen. Rund 70 000 Euro will die Gemeinde in den Bau des Quartier-Treffpunkts investieren.

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