In Holzkirchen aufgegriffen

180 Meter Leitplanke zerstört - Bürger fasst Täter-Lkw

Höhe Rosenheim wurden 180 Meter Leitplanke auf der A8 zerstört. Der Lkw-Fahrer dachte wohl, er kommt ungeschoren davon. Aber er hat nicht mit einem aufmerksamen Autofahrer gerechnet.

Die Verkehrspolizei Rosenheim berichtet:

Am 24.04.2017 wurde auf der BAB8 in Fahrtrichtung Salzburg zwischen den Anschlussstellen Rosenheim West und Rosenheim durch einen unbekannten Fahrer eines weißen Stattelzuges ein immenser Schaden an der linken und an der rechten Leitplanke verursacht. Insgesamt wurden ca. 180 Meter Leitplanke beschädigt, es entstand ein Sachschaden von ca. 8000 Euro.

Da der Unfallverursacher flüchtig war und kein Verkehrsteilnehmer bekannt war, der den Unfall beobachtet hatte, wurde ein Zeugenaufruf durch die Verkehrspolizei Rosenheim in der Presse veranlasst. Aufgrund von am Unfallort aufgefundenen Teilen war lediglich bekannt, dass es sich um eine weiße Sattelzugmaschine bzw. einen weißen Sattelzug handeln muss.

Dank eines sehr aufmerksamen 25 jährigen Rosenheimers konnte dann gestern der Unfallflüchtige durch die Autobahnpolizeistation Holzkirchen gefasst werden.

Der Rosenheimer befand sich gestern gegen 17:50 Uhr auf der A8 in Fahrtrichtung München. Zwischen den Anschlussstellen Rohrdorf und Rosenheim viel ihm ein weißer Sattelzug auf, der an der linken Fahrzeugfront massiv beschädigt war.

Da er den Zeugenaufruf der Polizei in der Zeitung gelesen hatte, verständigte er sofort die Polizeieinsatzzentrale.

Durch die eingeleitete Funkfahndung konnte dann der beschriebene Sattelzug durch eine Streife der Autobahnpolizeiinspektion Holzkirchen auf der A8 bei Hofolding gestoppt werden.

Der Sattelzug mit niederländischer Zulassung wurde von einem 33 jährigen Niederländer geführt. Beifahrer war ein 22 jähriger Niederländer.

Nach erster Befragung gaben beide an, dass sie einen Unfall irgendwo in Österreich gehabt hätten, aber keine Polizei von Nöten war. Von einem Unfall mit Leitplankenschaden in Deutschland wollten sie nichts wissen.

Die kontrollierenden Beamten verglichen dann die Beschädigungen an der Zugmaschine und am Auflieger mit den Lichtbildern der aufgefundenen Teilen.

Nachdem die Teile ohne Zweifel zu den Beschädigungen passten und das digitale Kontrollgerät auch eine Fahrbewegung zum Tatzeitpunkt in Deutschland aufzeichnete, knickten die beiden Niederländer schließlich ein und gaben zu, dass der 22 jährige am Montagmorgen nach einem Fahrfehler bei Rosenheim erst in die linke und anschließen in die rechte Leitplanke gekracht sei.

Der Beschuldigte musste anschließend für die zu erwartende Strafe eine nicht unerhebliche Summe Bargeld bei der Polizei hinterlegen.

Großer Dank gilt dem aufmerksamen Rosenheimer, der es dank seines engagierten und sofortigen Handelns ermöglichte, die Unfallflucht zu klären.

Rubriklistenbild: © dpa

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