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Spiel, Spaß und Sport: Rund 400 Gäste tobten sich über den Tag verteilt bei der Jubiläumsfeier des Batusa in Holzkirchen aus.

Ein Jubiläum zum Eintauchen

25 Jahre Batusa: Die Party geht bis Mitternacht

Das Batusa hat sein 25-jähriges Bestehen gefeiert. Mehr als 400 Gäste tummelten sich im Wasser. Für die Gäste gab‘s eine Technik-Tour und vieles mehr. Gefeiert wurde bis Mitternacht.

Holzkirchen– Es spritzt und plätschert, es wird laut gelacht, gesprungen und gerutscht. Holzkirchens Bürgermeister Olaf von Löwis freut sich in seiner Ansprache besonders darüber, dass es das Schwimmbad überhaupt gibt. „Das ist heute nicht mehr alltäglich, dass Gemeinden wie Holzkirchen ein eigenes Schwimmbad haben“, meint der Rathauschef stolz. Zusammen mit Albert Götz, dem Geschäftsführer der Holzkirchner Gemeindewerke, und Schwimmmeister Hannes Kiesewetter wird er von Kindern sanft ins Wasser geschubst – um dann sogleich von der Wasserwacht gerettet zu werden. „Gut, dass qualifiziertes Personal da war, das uns herausgefischt hat“, sagt Götz lachend. Die Laune bei der Jubiläumsfeier des Holzkirchner Hallenbads ist bestens.

Auf die rund 400 Gäste wartete ein buntes Programm, das den ganzen Tag anhielt. Für Kinder gab es eine Hüpfburg, Spiele und Animationen, für die Größeren unter anderem Sketche, Aquafitness und Technikführungen. Die Wasserwacht zeigte, wie man Leben rettet. Die Feier klang mit einer 90er-Jahre-Poolparty aus.

Wie berichtet, wurde das Batusa im Mai 1992 eingeweiht. Der Neubau ersetze damals den maroden Vorgängerbau, dessen Dach einzustürzen drohte. Samt Turnhalle und Stüberl kostete die Einrichtung rund 30 Millionen Mark. Es gibt seither ein 25-Meter-Becken, eine 50-Meter-Rutsche, ein Kinderplanschbecken sowie ein Außenbecken samt Liegewiese.

Auf der Technik-Tour erklärte Alois Harrasser, Meister für Badebetriebe, den Gästen, wie das Wasser gefiltert und mit Chemikalien wie Chlor und Schwefelsäure versetzt wird. „Chlor ist wichtig für die Desinfektion des Wassers und Schwefelsäure senkt den pH-Wert“, sagte der 35-Jährige. Wer versehentlich mal etwas Batusa-Wasser verschluckt, muss nicht in Panik verfallen. „Unser Wasser hat eine niedrige Konzentration von Chemie und wäre auch in größeren Mengen nicht giftig.“ Auch die Mess- und Regeltechnik interessierte die Besucher. „Wir messen die Temperatur, den pH- und Chlorwert und den Redox-Wert. Dieser zeigt uns die Spannung des Wassers. Je höher die Spannung, desto schneller werden Keime abgetötet“, erklärte Harrasser. Er arbeitet seit drei Jahren im Holzkirchner Hallenbad und mag den Zusammenhalt unter den acht Mitarbeitern. Aber auch die Stimmung bei den Gästen und das freundliche Miteinander unter den Vereinen trage dazu bei, dass ihm seine Arbeit jeden Tag aufs neue Freude bereitet.

Rudolf Hildebrand (52) ist seit zwölf Jahren für die Holzkirchner Wasserwacht tätig. Er beklagt, dass immer weniger Menschen schwimmen können. „Das liegt an den vielen Spaßbädern, in denen es keine Sportbecken mehr gibt“, meint der Technikleiter der Wasserwacht. Es fehle schlicht an Möglichkeiten, einen Schwimmkurs zu besuchen. Mit dem Batusa würde Holzkirchen einen guten Kompromiss bieten. „Hier kann man Spaß haben und dennoch im großen Sportbecken gut Schwimmen lernen.“ Allerdings wünscht sich Hildebrand: „Das Batusa könnte drei Mal so groß sein. Unsere Warteliste ist lang, und im Batusa sind viele Vereine vertreten.“

Insgesamt kam der Tag der offenen Türe gut an. Es wurde bis Mitternacht zur Musik aus den 90er Jahren von DJ Alex gefeiert.

Kathrin Suda

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