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Ab auf die Liege: Im Außenbereich können sich Besucher sonnen. 

Die Geschichte des Batusa

Hier machen die Holzkirchner seit 25 Jahre ihr Seepferdchen

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Am 15. Mai 1992 wurde das Batusa in Holzkirchen eingeweiht. Auch ohne Sauna sind die Besucherzahlen gut. Ein Rückblick und Ausblick des Holzkirchner Schwimmbeckens.

Das alte Hallenbad in Holzkirchen, wo er selbst Schwimmen gelernt hat, hat Albert Götz gut in Erinnerung. „Da war ich als Kind oft drin“, sagt er. Meistens mit der Schule. Damals bestand noch Badekappenpflicht. Der 44-Jährige erinnert sich an die riesigen Glasfenster, an die Waschbetonplatten an der Außenfassade. Diese gibt es nicht mehr. Das alte Hallenbad musste weichen, denn man fürchtete, dass es wegen des Flachdachs einsturzgefährdet sei, berichtet Götz.

Nach jahrelanger Pause war es dann soweit: Ein Neubau entstand an gleicher Stelle. Am 15. Mai 1992 feierte das Batusa seine Einweihung. Samt Turnhalle und Stüberl kostete die Einrichtung laut Götz rund 30 Millionen D-Mark.

Vom alten Hallenbad blieb aus Spargründen das 25-Meter-Becken bestehen, das es heute noch gibt. Nur ein Hubboden wurde eingebaut, damit es auch einen seichteren Nichtschwimmerbereich gibt. Neu hinzu kamen neben Dreifachturnhalle und Stüberl eine 50-Meter-Rutsche, ein Kinderplanschbecken sowie ein Außenbecken samt Liegewiese. Was bis heute fehlt, ist eine Sauna, die ebenfalls in dem Namen Batusa (Baden, Turnen, Sauna) angelegt ist. „Die wird immer wieder diskutiert“, sagt Götz. Und vorwiegend aus Kostengründen immer wieder verschoben. „Aber viele Bürger fragen danach.“ Ob das Defizit durch die Saunaeintrittspreise langfristig gesenkt werden könnte, sei fraglich. Im Moment beträgt das Defizit im Jahr laut Götz rund 800 000 Euro, die Gemeindewerke würden dieses querfinanzieren.

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Die Besucherzahlen sind auch ohne Sauna gut. 2016 etwa zählte das Batusa circa 60 000 Eintritte, zusammen mit den Vereins- und Schulnutzungen sind es 95 000 Badegäste.

Regelmäßig stehen Wartungsarbeiten an, 2016 tauschten die Gemeindewerke die Klimaanlage aus. „Das Dach ist immer wieder Thema.“ Wegen seiner offenen Konstruktion mit den Balken und der Glaskuppel gebe es zuweilen Probleme mit der Abdichtung.

Das Batusa gebe sich stets Mühe, Besuchern zu gefallen und modern aufzutreten. „Wir versuchen, was zu machen.“ So gibt es zum Beispiel Aquafitness, ein Kunststoffkrokodil für Kinder oder eine farbige Beleuchtung im Becken. Der Eintritt ist günstig, findet Götz. Erwachsene zahlen für zwei Stunden regulär 4 Euro, Kinder (ermäßigt) 2,50 Euro. „Man muss bei uns nicht mit der Geldkarte kommen.“ Familien sollen sich den Spaß leisten können. Wer will, kann sich eine Wertkarte für mehrere Eintritte kaufen und spart hierbei Geld.

Das Stüberl hat seit 2016 mit Rudolf Übelacker einen neuen Pächter (wir berichteten). Der Schwachpunkt der Gastronomie sei, dass es keinen direkten Zugang zum Schwimmbad gebe, Besucher können den Schwimmern nur durch das Glasfenster zuschauen. Ein Durchgang sei aus brandschutztechnischen Gründen schwierig, erklärt Götz. Vielleicht könnte man das bei einem eventuellen Saunabau eines Tages verbessern.

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