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44. Filmtage bayerischer Schulen: Zum zweiten Mal digital, zum vierten Mal in Holzkirchen

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Von: Katrin Hager

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Bei der Eröffnung der 44. Filmtage bayerischer Schulen im Studio an der Oberland-Realschule in Holzkirchen spricht Schulleiter Joachim Fischer (hinten r.).
Bei der Eröffnung der 44. Filmtage bayerischer Schulen im Studio an der Oberland-Realschule in Holzkirchen spricht Schulleiter Joachim Fischer (hinten r.). © Thomas Plettenberg

Film ab heißt es seit Donnerstag wieder in Holzkirchen: Die Oberland-Realschule ist zum vierten Mal Gastgeber der Filmtage bayerischer Schulen - zum zweiten Mal coronabedingt digital gestreamt aus einem eigens eingerichteten Studio.

Holzkirchen – Film ab heißt seit Donnerstagabend wieder an der Oberland-Realschule Holzkirchen: Sie richtet zum vierten Mal die Filmtage bayerischer Schulen aus – zum zweiten Mal wegen Corona in digitaler Form aus einem eigens eingerichteten Studio vor Ort. Anders als im vergangenen Jahr, als der Schritt ins Digitale noch improvisiert werden musste, läuft das Schulfilmfestival aber diesmal nicht auf Sparflamme: „Wir haben volles Programm“, sagt Festivalleiter Sebastian Wanninger, der an der Oberland-Realschule rund 100 Jugendliche in der jahrgangsübergreifenden Filmgruppe und den beiden Filmklassen in der 5. und 6. Jahrgangsstufe leitet. „Es gibt so viele Workshops wie noch nie.“

Es war ein dicker Wermutstropfen für die Film-Schüler der Holzkirchner Realschule, als sie im coronageprägten Jahr 2020 keinen eigenen Beitrag in den Wettbewerb der Filmtage bayerischer Schulen schicken konnten. Heuer ist das anders: Gleich zwei Streifen hat die Schule im Rennen um die acht Geldpreise und den Publikumspreis.

Oberland-Realschule hofft mit zwei Beiträgen auf eine Auszeichnung

Die jahrgangsübergreifende Filmgruppe, die das ganze vergangene Schuljahr hatte aussetzen müssen, weil Schüler aus verschiedenen Klassen nicht zusammenkommen durften, sind mit dem Horrorstreifen „Würfelspiel“ vertreten. Vier Schüler aus der 8. und 9. Klasse hatten ihn mit Sondererlaubnis gedreht. „Der Film ist sehr stimmig, das Licht ist super“, sagt Wanninger. Der Film-Lehrer war selbst am Dreh beteiligt: „Es wurde zwischen 22 und 1 Uhr nachts gedreht, damit es ja dunkel ist“, verrät er. „Ein tolles Ergebnis und ein heißer Kandidat auf einen Preis“, meint Wanninger.

Das gelte auch für den zweiten Streifen aus Holzkirchen: Im Lockdown gab Wanninger den Schülern der Filmklassen die Aufgabe, ein Erklärvideo zu drehen. Damit es nicht zu trocken wird in ohnehin ernsten Corona-Zeiten, überlegte er sich ein gänzlich unernstes Thema, das die Fantasie anregt: Vampire. Das Ergebnis von Samuel Steiner aus der Filmklasse 6d hat nicht nur Wanninger und die Filmklassen, die die beiden besten Beiträge zum Wettbewerb einreichten, sondern auch in der Vorauswahl überzeugt.

Die Konkurrenz allerdings war nicht untätig: Insgesamt 31 Beiträge von Schülern aller Schularten aus ganz Bayern wurden für den Wettbewerb zugelassen. Aus Datenschutzgründen werden sie aber nicht öffentlich gestreamt, sondern nur für den Teilnehmerkreis. Nach der Vorstellung und anschließenden Filmgesprächen werden die Preisträger am Samstag, 23. Oktober 2021, ausgezeichnet – ebenfalls per Livestream.

Eigens eingerichtet wurde am Mittwoch das professionelle Studio für die Filmtage bayerischer Schulen an der Holzkirchner Realschule. Das Bild zeigt Festivalleiter Sebastian Wanninger (2.v.r.) mit Schülern.
Eigens eingerichtet wurde am Mittwoch das professionelle Studio für die Filmtage bayerischer Schulen an der Holzkirchner Realschule. Das Bild zeigt Festivalleiter Sebastian Wanninger (2.v.r.) mit Schülern. © Thomas Plettenberg

Gruppen, die mit ihren Beiträgen nicht in den Wettbewerb kamen, hatten heuer erstmals die Gelegenheit, trotzdem an den insgesamt 16 Workshops teilzunehmen, die die Filmtage abrunden – in dem Fall machte das erst Corona möglich: „Vor Ort in der Schule haben wir dafür gar nicht die Kapazitäten“, erklärt Wanninger. Gerade mal die Wettbewerbsgruppen, die ja während des Festivals auch in Holzkirchen übernachten, haben sonst Platz. Weil das Programm aber live aus dem eigens an der Oberland-Realschule eingerichteten Studio gestreamt wird, konnten sich diesmal online auch die Gruppen einklinken, die es nicht in den Wettbewerb geschafft haben.

Online hat auch Vorzüge: Workshops für alle Teilnehmer

„Für sie ist auch spannend zu sehen, was an anderen Beiträgen besser war, und sie können die Entscheidung nachvollziehen“, sagt Wanninger. Und vor allem: „Gerade die Schüler, die besonders von den Workshops profitieren, können dadurch dabei sein.“ Dabei verraten echte Profis Tipps und Tricks. „Ein Schwerpunkt liegt heuer auf der Entwicklung von Filmideen und dem Drehbuch“, berichtet der Festivalleiter. Aber auch eine Schauspielerin ist dabei, die dem Nachwuchs erklärt, wie ihre Arbeit wirklich aussieht.

Aufgrund der Vorzüge, die ein Onlineprogramm bietet, gibt es schon Überlegungen, die nächsten Filmtage als Hybridfestival zu veranstalten. „In allem Negativen“, sagt Wanninger, „stecken auch gute Sachen.“

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ag

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