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68 glückliche Absolventen: Zweiter Abi-Jahrgang am Gymnasium Holzkirchen verabschiedet

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Ihren Traum zu leben und sich zu glücklichen und integren Menschen zu entwickeln, dazu rief Direktor Axel Kisters (r.) in seiner Ansprache die Abiturienten auf.
Ihren Traum zu leben und sich zu glücklichen und integren Menschen zu entwickeln, dazu rief Direktor Axel Kisters (r.) in seiner Ansprache die Abiturienten auf. © sie

Das Gymnasium Holzkirchen hat seinen zweiten Abiturjahrgang verabschiedet. Die Festredner riefen die Absolventen dazu auf, mit ihren Fähigkeiten Positives zu bewirken.

Holzkirchen – „Genau in dem Moment, in dem Ihre Fingerspitzen das Abiturzeugnis berühren, genau in dem Moment werden Sie keine Schüler mehr sein“, stellte Oberstufenkoordinator Manfred Reber der Verabschiedung der 68 Abschlussschüler voraus. Es war der zweite Jahrgang, der am Holzkirchner Gymnasium das Abitur absolvierte. Und auch diesmal fiel ihm der Abschied derer sichtlich schwer, die im Titel ihrer Abiturzeitung „How to get Abi online fast“ treffend beschrieben hätten, was ihre Oberstufenzeit entscheidend prägte.

„Schulische Revolution in eineinhalb Jahren“

Von „einer schulischen Revolution in den vergangenen eineinhalb Jahren“ war die Rede, von „Corona als digitalem Brandbeschleuniger“, vor allem aber von den Herausforderungen der Zukunft, denen sich die jungen Leute mit Zuversicht, Träumen und auch dem Blick aufs Kleine stellen sollten. „Unterschätzen Sie nie, was Sie in nächster Nähe positiv bewegen können“, betonte Direktor Axel Kisters, der mit Martin Luther Kings „I had a Dream“ begann und traditionsgemäß mit einem irischen Segen endete. Nur wenn jeder Einzelne an sich glaube, könne die Gesellschaft einen positiven Weg gehen. Überraschungen nicht fürchten und nach unvermeidlichem Stolpern immer wieder aufs Neue träumen, wünschte er den Scheidenden: „Entwickeln Sie sich bitte zu glücklichen und integren Menschen, vergessen Sie uns nicht und leben Sie ihren Traum!“

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Ob Kisters dabei ans Ausfüllen einer Steuererklärung dachte, die Sophie Burgtorf in ihrer Abiturrede als etwas herausgriff, worauf einen die Schule nicht vorbereitet habe? Ohne recht viel weiter aufs zurückliegende Schulleben einzugehen, als die Punkte zu erwähnen, mit denen man in der Oberstufe das Abiturmonster unter dem Bett möglichst gut füttern müsse, fragte sie, was es bedeute, dieses „Heute beginnt der Rest unseres Lebens“, und wie man die beste Version von sich selbst werden könne, die jeden Tag mit einem Lächeln beginnt und mit einem Lachen beendet. Die Sonnenblumen mit handschriftlichen Grußbotschaften zauberten dieses Lächeln jedenfalls schon in die Gesichter der beschenkten Lehrkräfte.

Buchgeschenk als Denkanstoß

Waren im Vorjahr Schulsozialpreise für besonders Engagierte ausgelobt worden, beschenkte der Förderverein diesmal alle mit einem Buch. „Ein Denkanstoß“, so Vorsitzender Philipp Burgtorf. Wie kein anderer werde dieser Jahrgang mit dem Gesicht der gleichaltrigen Greta Thunberg verbunden. Die Klimakatastrophe sei nicht zu leugnen. Entscheidend die Frage sei, wie man weder resigniert noch in lähmende Selbstzufriedenheit verfällt. Es sei entscheidend, Kraft aus kleinen Erfolgen zu schöpfen. Auf jedwedem Feld gäbe es genug zu tun.

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Seid „versucht, das besser zu machen, was Euch am Herzen liegt“, ergänzte eine gerührte Nicole Hasbach als Vertreterin des Elternbeirats: „Es ist an euch, eine freie, solidarische Gesellschaft mit zu entwickeln!“ Bürgermeister Christoph Schmid verglich das Reifezeugnis mit der Karte zu einem Gang voller Türen, wobei die Noten dieser Eintrittskarte nur zum Teil beschrieben, was tatsächlich in einem steckt. Wichtig sei es, sich Neugierde zu behalten und ein lebenslanges Interesse am Lernen.

sie

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