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Der Abbau hat begonnen: Die Traglufthalle am Moarhölzl wird in einer Woche ganz verschwunden sein.

„Wir haben unseren Schnitt daraus gemacht“

Paranet reißt Traglufthalle ab - und freut sich über Gewinn

Die Asylbewerber-Sammelunterkunft ist quasi „abgeblasen“: Am Wochenende hat nach knapp 15 Monaten der Abbau der Traglufthalle in Holzkirchen begonnen.

Holzkirchen– In der Luftkissen-Halle, die bis zu 320 Plätze bot, waren teils rund 150 Personen gleichzeitig untergebracht. Der Landkreis hat den Mietvertrag – wie schon für die kleinere Halle in Rottach-Egern – mit der Firma Paranet nicht verlängert, nachdem der Flüchtlingszustrom abebbte, Ende März wurde die Halle geräumt.

Bis in einer Woche werden auch Bodenkonstruktion und Schleusentüren abgebaut, sagt Paranet-Mitarbeiter Roland Meyer auf Anfrage unserer Zeitung. Die Halle komme nach Potsdam, wo das Unternehmen sitzt, um sie für den nächsten Nutzer aufzubereiten, erklärt Raphael Hock, Assistent der Paranet-Geschäftsleitung – üblicherweise als Überdachung für Schwimmbecken oder Tennisplätze. 

Mehrere Traglufthallen der Firma, etwa in Dresden, Leipzig, Neufahrn oder Deggendorf, seien nach dem Aufbau letztlich doch nicht mit Asylbewerbern belegt worden, so Hock. Wei doch nicht mehr so viele Asylbewerber einreisten wie zunächst gedacht.

„Wir haben unseren Schnitt daraus gemacht“, sagt er, „aber es ist nicht so, dass wir die großen Profiteure der Flüchtlingskrise gewesen wären.“ Die plötzliche Nachfrage habe das mittelständische Familienunternehmen vor Herausforderungen gestellt. „Wir konnten viele Aufträge gar nicht annehmen.“

ag

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