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Abbruch öffnet neue Perspektiven: Endlich wird das neue Pfarrzentrum gebaut

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Von: Andreas Höger

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Seit Montag greift der Bagger zu: Pfarrer Gottfried Doll (l.) und Günther Pichler (Kirchenverwaltung) verfolgten gestern den Beginn der Abbrucharbeiten. Das alte Pfarrhaus wird nicht ersetzt. Im März soll der Neubau des künftigen Pfarrzentrums beginnen, Geplant sind ein kleiner Neubau sowie Umbauten von Pfarr- und Josefsaal.
Seit Montag greift der Bagger zu: Pfarrer Gottfried Doll (l.) und Günther Pichler (Kirchenverwaltung) verfolgen den Beginn der Abbrucharbeiten. Das alte Pfarrhaus wird nicht ersetzt. Im März soll der Neubau des künftigen Pfarrzentrums beginnen. Geplant sind ein kleiner Neubau sowie Umbauten von Pfarr- und Josefsaal. © Thomas Plettenberg

Hinter der Pfarrkirche St. Josef öffnen sich neue Perspektiven: Ein Abrissbagger zerlegt seit Montag das alte Pfarrhaus und gibt den Blick frei auf ein Areal, auf dem sich bis Herbst 2024 ein neues Pfarrzentrum entwickeln wird. Es soll ein Begegnungsort für alle Holzkirchner werden.

Holzkirchen – Das Jahr war wenige Tage alt, da hatte es die Pfarrei St. Josef endlich schwarz auf weiß: Per Post traf die Baugenehmigung für das neue Pfarrzentrum ein, den lang ersehnten zweiten Teil der „Neuerfindung“ von St. Josef. Gestern legte der Abrissbagger los und rückte dem Pfarrhaus zu Leibe. „Im März beginnt dann der Neubau“, kündigt Günther Pichler an, der sich für die Kirchenverwaltung federführend um den Bau kümmert.

Der erste, spektakuläre Teil der Runderneuerung prägt das Ortsbild seit über vier Jahren: 2018 waren vorne die modernen Gotteshäuser (Kirche, Kapelle, Sakristei) eingeweiht worden. 11,53 Millionen Euro stellte das Erzbischöfliche Ordinariat damals zur Verfügung. Jetzt sind es noch einmal 6,5 Millionen für den „Rückraum“: Das marode Pfarrhaus (Baujahr 1948) verschwindet komplett von der Bildfläche. Pfarrsaal und Josefsaal werden grundsaniert und barrierefrei neu zugeschnitten.

Ein kleines Flachdach-Gebäude, der einzige echte Neubau des Projekts, beherbergt fortan das Pfarrbüro; ein Eingangs-Zwischenbau verbindet diesen Neubau mit dem Pfarrsaal, der künftig auch über einen Lift erreichbar ist.

„Auf dem Gelände entstehen ganz neue Sichtachsen“, freut sich Pichler. Entscheidend dafür ist nicht nur die ersatzlose Wegnahme des alten Pfarrhauses, sondern auch eine Geländevertiefung vor dem Pfarrsaal um bis zu einen Meter. Dieser Innenhof weitet sich in Richtung Kirchen zu einer kleinen „Hügellandschaft“ (Pichler). „Ein offenes Ensemble, auf dem jeder willkommen ist“, sagt Pichler. Er nutzt den Arbeitstitel „Pfarrpark“, doch man sei offen für andere, vielleicht griffigere Namen.

Die bewusste Entscheidung, hier einen „Begegnungsort“ unabhängig von Konfessionen zu schaffen, ebnet wohl auch den Weg zu den lukrativen Leader-Fördertöpfen der EU. „Wir hoffen auf einen höheren sechsstelligen Betrag“, sagt Pichler. Die Pfarrei selber bringt Eigenmittel in Höhe von 131 000 Euro ein.

Noch nicht geplant, aber mittlerweile angedacht ist eine Photovoltaik (PV)-Nutzung der Dächer – auch des Flachdachs über dem Pfarrbüro. Bis dato ist vorgesehen, das Flachdach zu begrünen. „Vielleicht geht beides – begrünen und PV-Nutzung durch Aufständerung“, sagt Pichler. Ihm schwebt eine Bürgersolar-Anlage auf den Pfarrzentrums-Dächern vor. Die Energie-Arbeitsgruppe der Pfarrei werde sich diesem Thema demnächst widmen.

Auch wenn einige Gläubige dem altgedienten Abbruchhaus etwas nachtrauern, so würden die neue Optik, das offene Gelände und die Funktionalität des künftigen Ensembles viele überzeugen, ist sich Pichler sicher: „Endlich bekommt St. Josef eine Gestaltung aus einem Guss.“ Der gestern begonnene Abriss erlaube schon jetzt eine Ahnung davon, wie sich das fertige Ensemble im Herbst 2024 präsentieren werde.

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