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Unverpackt-Laden muss sich neu orientieren: „Abfüllerei“ sucht Standort

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Von: Andreas Höger

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Einkaufen ohne Plastik: Unverpackt-Läden wie hier in München-Sendling liegen im Trend. Anfang 2022 will das Konzept auch in Holzkirchen Fuß fassen.
Einkaufen ohne Plastik: Unverpackt-Läden wie hier in München-Sendling liegen im Trend. Anfang 2022 will das Konzept auch in Holzkirchen Fuß fassen. © Jens Hartmann

Kein Plastik, kein unnötiger Müll: Auch in Holzkirchen will jetzt ein Unverpackt-Laden eröffnen. Eine neue Genossenschaft fungiert als Träger, spätestens im Frühjahr 2022 soll das Projekt starten. Allerdings: Der ins Auge gefasste Standort am Bahnhof hat sich zerschlagen.

Holzkirchen – Einen Namen gibt es schon, ein Standort wird noch gesucht: Die „Abfüllerei“ soll Holzkirchens erster Unverpackt-Laden werden. Getragen wird das Projekt von einer Genossenschaft, die sich am 29. Juli frisch gegründet hat. Als Vorständin fungiert die Holzkirchnerin Heidi Fries, ihr zur Seite steht Stellvertreterin Sabine Kamin. Bei einem Infostand am morgigen Samstag (28. August) auf dem Marktplatz (8 bis 12 Uhr) können Interessierte das Projekt und deren Macher kennenlernen – und unter Umständen gleich Teil davon werden.

Die Initiative geht das Projekt mit viel Schwung und Elan an, muss aber einen Dämpfer verkraften: Die ins Auge gefassten Räumlichkeiten in der Münchner Straße, in Bahnhofsnähe neben einer Gaststätte, erwiesen sich als untauglich. „Die Lage war gut, aber die Ertüchtigung der Räume wäre viel zu aufwändig gewesen“, sagt Fries.

Die Genossenschaft will einen Geschäftsführer einstellen

Die Suche nach einem neuen Standort hat begonnen. Drei derzeit leere Ladenlokale in der Münchner Straße, teils in Marktplatznähe, wolle man sich jetzt näher anschauen, sagt die Vorständin. Man sei aber nicht auf die Münchner Straße beschränkt. „Wichtig ist, dass unser kleiner Großmarkt schön sichtbar ist“, sagt Fries. Eröffnen wolle man den Laden auf jeden Fall im Winter 2021/2022. „Wird wohl eher Februar oder März werden.“

Im Sortiment soll es lose Lebensmittel, Drogerieartikel und alles für den plastikfreien Haushalt geben, möglichst in Bioqualität und aus der Region. Die Kunden bringen eigene Behälter mit, die Ware wird abgewogen. Die Genossenschaft will einen Geschäftsführer einstellen, am besten mit Erfahrung aus der Bio-Branche und dem Einzelhandel. Das Ladenpersonal sollen zunächst Freiwillige stellen. Gut möglich, dass dann Aufsichtsräte der neuen Genossenschaft am Tresen stehen. Eingetragen sind Peter Micus, Birgit Oeder, Christine Hense, Sara Fries, Doerthe Winter-Berke, Antigone Qerimi und Sabine Huber.

Weitere Info-Stände im September geplant

Wer selbst Teil der Genossenschaft werden will, legt 150 Euro ein. Die Ausschüttung von Dividenden indes ist nicht zu erwarten. Die Genossenschaft sei nicht gewinnorientiert, sagt Fries: „Lieber wollen wir die Preise möglichst niedrig halten.“ Eventuelle Bilanzgewinne, so ist es geplant, sollen gleich wieder in die Weiterentwicklung des Projekt investiert werden. Dass das Unverpackt-Konzept in der Region durchaus wirtschaftlich zu betreiben ist, hätten andere Läden etwa in Bad Tölz, Wolfratshausen und Bad Aibling schon vorgemacht.

Weitere Info-Stände der neu gegründeten Genossenschaft Holzkirchen-Unverpackt sind im September am Marktplatz geplant.

Weitere Infos zum Thema finden Sie hier.

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